Tagesheiliger, Spruch des Tages





Aktuelle Tagesstärkung
Das Leben Jesu - Betrachtungen





02.06.2020

224. Die Heilung eines Blinden nahe bei Jericho
(Mk 10, Mt 20, Lk 18)

I Jesus hört die Bitte des Blinden
Sie kamen nach Jericho. Als Er mit Seinen Jüngern und einer zahlreichen Volksmenge von Jericho aufbrach, saß ein blinder Bettler am Weg, Bartimäus, der Sohn des Timäus. Sobald er hörte, Jesus von Nazareth sei da, rief er laut: «Jesus, Du Sohn Davids, erbarme Dich meiner!»
Jesus verlässt Jericho, wo Er neue Jünger gewonnen hat. Begleite Ihn mit der Menge! Er ist das Licht der Welt, und Er kommt, um den Menschen dieses Licht mitzuteilen.
Der Blinde am Weg hört die vorbeiziehenden Scharen und fragt, was der Lärm zu bedeuten habe. Man antwortet ihm: «Jesus von Nazareth geht vorüber!» Sogleich erwacht in seinem Herzen die Hoffnung: «Jesus kommt und wird mich heilen.» Das Licht naht sich ihm, der Blinde fühlt Seine Nähe. Er sehnt sich nach dem Licht, wie nur ein Mensch sich danach sehnen kann, der es lange Jahre hat entbehren müssen. Er beneidet alle, die das Glück haben, Jesus zu sehen. Er ist überzeugt, dass der Heiland, Den man als so gütig geschildert hat, nicht vorübergehen wird, ohne ihm das zu geben, was ihm fehlt. Deshalb fleht er so inständig: «Jesus, Du Sohn Davids, erbarme Dich meiner!»
Wer sind jene, die den Blinden zurückhalten wollen und ihm Schweigen gebieten? Es sind Menschen, die sich für einsichtiger halten als die übrigen und die glauben, die beste Art, von Jesus die Erfüllung einer Bitte zu erlangen, sei nur ihnen bekannt. Sie sind die wahrhaft Blinden, denn das Verständnis des Evangeliums ist nur der Anteil der einfältigen Seelen. Der Blinde lässt nicht nach, und er tut wohl daran. Wer den aufrichtigen Wunsch hat, Jesus zu sehen, der wird Ihn sehen. Du musst nur ernstlich wollen, und alles, um was du bittest, wird dir gegeben werden.