Tagesheiliger, Spruch des Tages





Aktuelle Tagesstärkung
Das Leben Jesu - Betrachtungen





16.12.2018

15. Die Anbetung der Weisen

(Mt 2)

III Die Weisen beten das göttliche Kind an und bringen Ihm Geschenke dar
Und siehe, der Stern, den sie im Morgenlande gesehen hatten, zog vor ihnen her, bis er schließlich über dem Ort stehenblieb, wo das Kindlein war. Als sie aber den Stern sahen, hatten sie eine überaus große Freude.
Als die Weisen Herodes verlassen haben, sind sie von der Gewißheit erfüllt, Jenen zu finden, den sie suchen. Ihre Herzen fließen über vor Freude, die durch das Wiedererscheinen des Sternes noch erhöht wird. Nimm teil an dieser Freude des Trostes, die der Himmel ihnen bereitet, und höre, wie sie sich über ihr Glück unterhalten.
Preise auch du den Herrn, wenn Er dir nach einer Zeit der Prüfung den Trost seiner fühlbaren Gegenwart wieder schenkt. Jedoch ist diese neu erlangte Gnade nicht dein Ziel. Schreite voran, um dich mit dem Sohn Gottes selbst vereinigen zu können.
Der Stern blieb stehen. Sie waren endlich am Ziel ihrer Reise. Sie traten in das Haus und sahen das Kind mit Maria, seiner Mutter. Sie fielen nieder und beteten Es an. Dann taten sie ihre Schätze auf und brachten Ihm Geschenke dar: Gold, Weihrauch und Myrrhe.
Was sehen, was finden sie? Die Wirklichkeit entspricht in der Tat gar wenig der Vorstellung, die sich die Weisen von dem neugeborenen König gemacht hatten. Indessen, Er ist der Gesuchte, sie haben Ihn erkannt. Der Glaube, der sich einzig auf ein göttliches Zeugnis stützt, findet Gott in jeder Gestalt.
Erkenne auch du, wie die Weisen, im Licht des wahren Glaubens den Sohn Gottes unter der ärmlichen Hülle der menschlichen Natur. Laß deiner Liebe und Dankbarkeit freien Lauf. Bringe dem göttlichen Kind deine Geschenke dar. Wo wird der Heiland mehr Großmut finden, bei dir oder den Weisen? Wo ist dein Gold? Alles, was du besitzest, hast du von Ihm. Gib Ihm als deinem König alles als Opfer der Huldigung und als reines Gold deiner Liebe zurück. Wo ist dein Weihrauch? Ist dein Gebet andächtig und selbstlos? Es sei ein Brandopfer vor Gott, indem du dich bereitwillig hingibst zu seiner Ehre. Füge deinem Opfer auch die Myrrhe der Abtötung hinzu. Sei all der Bitterkeiten eingedenk, die deine Undankbarkeit dem göttlichen Kind bereitet. Erinnere dich der Entbehrungen, der Schmerzen und der Schmach, die deine Sünden Ihm verursacht haben.
Geselle dich so von ganzem Herzen den ersten Auserwählten der Heidenwelt zu. Mach ihre Gesinnungen zu den deinigen. Wiederhole, was sie sprechen, und handle wie sie. Sie erfreuen sich der Gnade, die Gott denen gibt, die Ihn suchen. Niemals werden die Opfer, die sie gebracht haben, sie reuen. Niemals wird die Erinnerung an die Gnade ihrer Berufung aus ihren Herzen schwinden. Bitte auch du um die Vermehrung der drei Tugenden, welche die drei Gaben versinnbildlichen: die Liebe, die Anbetung und der Opfergeist.