Tagesheiliger, Spruch des Tages





Tagesspruch Luisa Piccarreta 2020/ 2021

Das Reich des Göttlichen Willens



01.09.2020

Aufruf von Luisa - der kleinen Tochter des Göttlichen Willens

»Und nun ein Wort an euch alle, die ihr diese Schriften lest … Ich bitte euch, ich flehe euch an, empfangt mit Liebe das, was Jesus uns geben will, nämlich Seinen Willen.

Aber um euch Seinen Willen zu geben, will Er euren Willen haben, denn sonst kann Sein Wille nicht regieren. Wenn ihr wüsstet … Mit dieser Liebe möchte euch mein Jesus das größte Geschenk geben, das es im Himmel und auf Erden gibt, nämlich Seinen Willen! «.

Oh, wie viele bittere Tränen vergießt Er, weil Er sieht, dass ihr mit eurem Wollen über die ganze erbärmliche Erde streift! Ihr schafft es nicht, einen guten Vorsatz einzuhalten, und wisst ihr auch, warum? Weil Sein Wille nicht in euch herrscht.

Oh, wie weint Jesus und seufzt über euer Schicksal! Schluchzend bittet Er euch, dass ihr Seinen Willen in euch regieren lasst. Er möchte, dass sich euer Schicksal ändert: Ihr sollt nicht mehr kranke Gesunde sein, nicht mehr arme Reiche, nicht mehr schwache Starke, nicht mehr launische Unüberzeugbare und nicht mehr versklavte Könige. Er will keine große Buße, keine langen Gebete oder ähnliches, sondern Er will, dass Sein Wille in euch herrsche und dass euer Wollen kein Leben mehr habe.

Bitte hört doch auf Ihn, und ich bin auch bereit, mein Leben für einen jeden von euch zu lassen, jegliche Pein zu erdulden, wenn ihr Ihm nur die Pforten eurer Seele öffnet, und der Wille meines Jesus über das Menschengeschlecht herrsche und triumphiere!

Das höchste Fiat erwartet uns, es ruft uns, es drängt uns, Besitz zu ergreifen. Wer würde es wagen, das abzulehnen, wer wäre so töricht, nicht auf Seinen Ruf zu hören und so viel Glückseligkeit auszuschlagen?

Legen wir die ärmlichen Lumpen unseres Willens, das Trauergewand unserer Sklaverei ab, in welche dieser uns gestoßen hat. Lasset uns die königlichen Gewänder anlegen und uns mit göttlicher Zierde krönen!"


Die kleine Tochter des Göttlichen Willens

Die Dienerin Gottes, Luisa Piccarreta wurde am Morgen des 23. April 1865 in der Stadt Corato; der Provinz von Bari, in Italien, geboren. Sie wurde an einem Weißen Sonntag (heute auch als der Barmherzigkeitssonntag gefeiert) geboren und, wie es damals üblich war, noch am gleichen Tag getauft. Sie lebte bis zu ihrem Tod in ihrer Geburtsstadt Corato und starb im Ruf der Heiligkeit am 4. März 1947.
Luisa war durch ein geheimnisvolles, medizinisch nicht erklärbares, Leiden für die Dauer von 62 Jahren völlig bettlägerig. In diesem „kleinen Gefängnis" bereitete Jesus sie auf ihre Mission vor, das Leben im Göttlichen Willen kennenzulernen und bekanntzumachen.
In der Zeit von 1884 an bis zu ihrem Tod im Jahre 1947, unterstand Luisa der Leitung und dem Gehorsam verschiedener, vom Bischof ihrer Diözese beauftragter Beichtväter. Unter dem Gehorsam ihres zweiten Beichtvaters sollte sie seit 1899 all das aufschreiben, was zwischen ihr und Jesus geschah, ebenso alles über die Gnaden, die sie kontinuierlich bekam.
So schrieb sie mehr als 2.000 Kapitel, Sammlungen in 36 Bänden (Tagebüchern). Daneben schrieb sie Hunderte von Briefen, "Die Stunden der Passion unseres Herrn Jesus Christus" und "Die Jungfrau Maria im Reich des göttlichen Willens".
Der Heilige Annibale Maria di Francia, der der kirchliche Prüfer der von Luisa geschriebenen Bände war veröffentlichte die ersten 19 Bände ihrer Tagebücher mit Imprimatur des zuständigen Bischofs.
Luisa starb am 4. März 1947, noch bevor sie zweiundachtzig Jahre alt wurde, an einer kurzen, doch tödlichen Lungenentzündung - die einzige diagnostizierte Krankheit in ihrem Leben.
Im Jahre 1993 wurden ihre Überreste dank ihres letzten Beichtvaters Don Benedetto Calvi, ins Heiligtum Santa Maria Greca (Corato) gebracht.
Am 20. November 1994, am Christkönig Fest, gab der Heilige Stuhl dem Erzbischof von Trani-Barletta-Bisceglie, geführt von S.E. Mons. Carmelo Cassati, seine Approbation für die offizielle Eröffnung des Seligsprechungsprozesses.
Am 29. November 2005 schloss S.E. Mons. Giovan Battista Pichierri, aktueller Erzbischof der Erzdiözese, die diözesane Phase, um somit die römische Stufe des Prozesses zu erreichen.
Seit dem 7. März 2006 wird der Prozess für die Seligsprechung Luisas auf vatikanischer Ebene geführt.



Die besondere Mission von Luisa Piccarreta

In den Schriften Luisas spricht Jesus immer wieder über die Gabe des Lebens im Göttlichen Willen. Es ist die gleiche Gabe, die Adam vor dem Sündenfall empfangen und besessen hat.
Die Doktrin (Lehre) über die Gabe des Göttlichen Willens ist in der Heiligen Schrift an vielen Stellen schon grundgelegt und enthalten, aber noch nicht ausführlich geoffenbart.
Die bisherigen Heiligen haben vor allem die äußere Seite der Menschheit Jesu nachgebildet. Sie haben nach dem Willen Gottes gelebt, so wie sie Ihn erkennen und verstehen konnten.
In Luisa sollte das Leben des Göttlichen Willens "auf Erden wie im Himmel" verwirklicht werden. Sie ist das Modell für diese neue Heiligkeit, nach der alle zukünftigen Heiligen des Göttlichen Willens sich bilden sollen.
Jesus hat sie im Laufe von mehr als vier Jahrzehnten über die Güter und Wirkungen des Göttlichen Willens unterrichtet und sie permanent angehalten, alle Akte ihres Lebens in Seinem Göttlichen Willen zu leben, um aus ihnen genügend Samen zu bilden für die nachfolgenden Generationen der Kinder des Göttlichen Willens.
Die ihr geoffenbarten Wahrheiten des Göttlichen Willens waren für Luisa mit vielen inneren und äußeren Leiden verbunden. So konnte Jesus in ihr das Wirken Seiner eigenen Menschheit gleichsam fortsetzen, um in ihr das Reich des Göttlichen Willens inmitten der Menschheit zu beginnen.


Die besondere Mission von Luisa Piccarreta (Pdf)

Die Schriften der Dienerin Gottes

Luisas Schriften gehören zu den sogenannten Privatoffenbarungen, d.h. sie fügen der allgemeinen Offenbarung, die wir in der Heiligen Schrift finden, nichts hinzu, legen diese jedoch aus und entfalten sie, damit wir sie in einem tieferen Verständnis erfassen und leben können. (Vgl. KKK § 66)
Luisa hat im Laufe von fast vierzig Jahren 36 Bände (Tagebücher) geschrieben, welche Jesus ihr diktiert, bzw. die sie unter Seiner Inspiration verfasst hat. Diese Bände sind unter dem Titel "Das Buch des Himmels" zusammengefasst.
Jesus hat diesen Schriften - den Tagebüchern Luisas - Selber den Titel "Buch des Himmels" verliehen, mit dem besonderen Untertitel: „Der Ruf an das Geschöpf, zurückzukehren in die Ordnung, zum Platz und Zweck, für den es von Gott erschaffen worden ist."
Der Heilige Annibale di Francia war der bischöflich beauftrage Zensor für Luisas Schriften. Die ersten 19 Bände von Luisas Tagebüchern wurden von ihm mit Imprimatur des Bischofs herausgegeben.
Daneben hat sie kleinere Werke wie "Die Stundenuhr der Passion Jesu" und die Betrachtungen über "Die Jungfrau Maria im Reich des göttlichen Willens" verfasst.
Neben den oben aufgeführten Werken sind von Luisa auch zahlreiche Briefe an Personen aus allen Lebensständen hinterlassen, in welchen sie immer wieder auf das Leben im Göttlichen Willen zurückkommt.
Im Zuge des Seligsprechungsprozesses fand auch eine theologische Prüfung ihrer Schriften statt. Mittlerweile wurde bekannt, dass die vom Vatikan beauftragten Zensoren der Schriften beide unabhängig voneinander ein positives Urteil abgegeben hätten.






03.11.2020

In der Heiligkeit des Lebens im Göttlichen Willen gibt es keine verlorene Zeit noch irgendwelche eigensüchtige Interessen
27. November 1917

Ich setze rein aus Gehorsam fort. Mein stets liebenswürdiger Jesus scheint weiterhin über das Leben in Seinem Heiligsten Willen sprechen zu wollen; wenn Er über Seinen Heiligsten Willen spricht, so scheint Er alles zu vergessen und lässt auch mich alles vergessen; die Seele fühlt dann kein anderes Bedürfnis, kein anderes Gut, als in Seinem Willen zu leben. Nachdem ich also den Text vom 20. November über Seinen Willen fertiggestellt hatte, war Jesus mit mir unzufrieden und sagte zu mir: „Meine Tochter, du hast nicht alles ausgesagt; Ich will, dass du nichts zu schreiben unterlässt, wenn Ich zu dir von Meinem Willen spreche. Auch die kleinsten Dinge werden alle zum Wohl der Nachwelt dienen. Ich möchte von den verschiedenen Arten der Heiligkeit sprechen und von den Heiligen, die deren Urheber waren; so gab es den Heiligen, der die Heiligkeit der Büßenden begründete, den anderen, der die Heiligkeit des Gehorsams begründete, wieder einen anderen die der Demut und so weiter mit allen übrigen Heiligkeiten. Nun will Ich, dass du die Heiligkeit des Lebens in Meinem Willen begründen mögest.
Meine Tochter, alle anderen Heiligkeiten sind nicht frei von Zeitverlust und persönlichen Interessen, wie z.B. eine Seele, die in allem nach dem Gehorsam lebt, viel Zeit verliert; sie kann reden und immer wieder reden und dies lenkt sie ständig von Mir ab, und sie setzt die Tugend an den Platz, wo Ich sein sollte; wenn sie nicht die Möglichkeit hat, alle Befehle des Gehorsams entgegenzunehmen, lebt sie in Unruhe; eine andere wieder ist Versuchungen unterworfen - o, wieviel Zeitverlust! Sie wird nie müde, alle ihre Prüfungen zu erzählen und verwechselt die Tugend mit Mir; und sehr oft geht diese Art von Heiligkeit zugrunde. Aber die Heiligkeit des Lebens in Meinem Willen ist frei von persönlichen Interessen, von Zeitvergeudung; es besteht keine Gefahr, dass die Seelen Mich mit der Tugend verwechseln, da Ich Selbst das Leben in Meinem Willen bin.
Dies war die Heiligkeit Meiner Menschheit auf Erden, und deswegen tat Ich alles und zum Nutzen aller ohne Schatten des Eigennutzes. Gerade der Eigennutz nimmt den Stempel der göttlichen Heiligkeit weg, daher kann diese Seele nie eine Sonne werden; sie kann höchstens, wie schön sie auch sei, ein Stern sein. Deswegen will Ich die Heiligkeit des Lebens in Meinem Willen; in diesen so traurigen Zeiten braucht die Menschheit diese Sonnen, die sie erwärmen, erleuchten, fruchtbar machen; die Selbstlosigkeit dieser irdischen Engel, die ganz für das Wohl der anderen da sind, ohne Schatten des Eigenen, wird in den Herzen der anderen den Weg auftun, damit sie Meine Gnade empfangen.
Und außerdem gibt es wenige Kirchen, viele werden zerstört werden, oft finde Ich keine Priester, die Mich konsekrieren, ein anderes Mal lassen sie zu, dass unwürdige Seelen Mich empfangen und würdige Seelen Mich nicht empfangen; wieder andere können Mich nicht empfangen; so ist Meine Liebe gleichsam gehindert. Deswegen will Ich die Heiligkeit des Lebens in Meinem Willen begründen. In Ihm werde Ich keine Priester brauchen, die Mich konsekrieren, noch Kirchen, noch Tabernakel, noch Hostien, sondern sie werden alles zugleich sein, Priester, Kirchen, Tabernakel, Hostien. Meine Liebe wird freier sein: jedes Mal, wenn Ich Mich konsekrieren will, werde Ich es in jedem Augenblick tun können, bei Tag und bei Nacht, an welchem Ort sie sich auch immer befinden. Ach, Meine Liebe wird sich vollständig offenbaren können!
Ach, Meine Tochter, die gegenwärtige Generation verdient es, ganz vernichtet zu werden, und wenn Ich zulasse, dass einige wenige übrig bleiben, so deshalb, um jene Sonnen der Heiligkeit des Lebens in Meinem Willen zu bilden, die nach Meinem Beispiel Mir für alles Entschädigung leisten werden, was Mir die vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Generationen schulden; dann wird Mir die Erde wahre Ehre erweisen, und Mein „Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden“ wird seine Erfüllung und Erhörung finden.



02.11.2020

Der Grund für die Züchtigungen: Jesus will die Heiligkeit des Lebens im Göttlichen Willen wieder auf Erden erscheinen lassen
20. November 1917

Ich befand mich in einem noch leidvolleren Zustand als sonst, da kam mein stets liebenswürdiger Jesus und entschwand wieder wie ein Blitz und ließ mir nicht einmal die Zeit, Ihn zu bitten wegen so vieler Leiden, die die arme Menschheit durchmacht, im Besonderen mein teures Heimatland. Welch großer Kummer für mein Herz war die Invasion der Fremden! Ich glaubte, Jesus hatte es mir zuvor mitgeteilt, damit ich beten solle. Aber wenn Er kommt und ich Ihn bitte, sagt Er zu mir: „Ich werde Mich nicht erweichen lassen!“ Und wenn ich Ihn bitte und Ihm sage: „Jesus, willst Du kein Mitleid haben, siehst Du nicht, wie die Ortschaften zerstört sind, wie die Leute nackt und hungrig sind? Ach, Jesus, wie hart bist Du geworden!“ So antwortet Er mir: „Meine Tochter, Mir liegt nichts an den Städten, am Glanz der Erde, sondern die Seelen liegen Mir am Herzen. Die Städte, die Kirchen und das übrige kann man nach der Zerstörung wieder errichten. Wurde nicht bei der Sintflut alles vernichtet und dann wieder alles von neuem hergestellt? Aber wenn die Seelen verlorengehen, so ist es für immer, es gibt niemanden, der sie Mir wieder gibt.
Ach! Ich beweine die Seelen! Wegen der Erde haben sie den Himmel verkannt, aber Ich werde die Erde vernichten; Ich werde die schönsten Dinge verschwinden lassen, die wie eine Schlinge den Menschen gefangen hielten.“ Und ich darauf: „Jesus, was sagst Du?“ Und Er: „Mut, sei nicht niedergeschlagen, Ich gehe voran, und du komme in Meinen Willen, lebe in Ihm, damit nicht mehr die Erde deine Wohnstatt sei, sondern nur Ich deine Wohnung sei, und so wirst du in Sicherheit sein. Mein Wille hat die Macht, die Seele durchsichtig zu machen; was Ich tue, spiegelt sich in ihr wider. Wenn Ich denke, so spiegelt sich Mein Gedanke in ihrem Geist wider und wird zu Licht; und der ihre spiegelt sich als Licht in dem Meinen. Wenn Ich spreche, wenn Ich liebe, usw.... ist es so, wie wenn ebenso viele Lichter sich in ihr spiegeln und sie in Mir, sodass wir in ständiger Spiegelung begriffen sind, in immerwährender Verbindung, in gegenseitiger Liebe; und da Ich überall bin, erreichen Mich die Spiegelungen dieser Seele im Himmel, auf der Erde, in der konsekrierten Hostie, in den Herzen der Geschöpfe; überall ist immer Licht, Ich schenke Licht und sie geben Mir Licht zurück, Ich gebe Liebe und sie erwidern Mir die Liebe; sie sind Meine Wohnstätten hier auf Erden, wohin Ich Mich flüchte vor dem Ekel der anderen Geschöpfe.
O, welch schönes Leben in Meinem Willen! Dies gefällt Mir so sehr, dass Ich in den zukünftigen Generationen alle anderen Arten der Heiligkeit - unter welchem Aspekt der Tugenden auch immer - verschwinden lasse und die Heiligkeit des Lebens in Meinem Willen wieder erstrahlen lasse, die keine menschliche, sondern göttliche Heiligkeit ist und sein wird; und diese Heiligkeit wird so hoch erhaben sein, dass sie wie die Sonne die schönsten Sterne der Heiligen der vergangenen Generationen in den Schatten stellen wird. Deshalb will Ich die Erde reinigen, weil sie dieser Wunder an Heiligkeit unwürdig ist.“



01.11.2020

Wie die Seele eine Hostie für Jesus bilden kann
20. Oktober 1917

Als ich meinen Jesus in der Heiligen Kommunion empfangen hatte, dachte ich nach, wie ich Liebe für Liebe geben könnte. Aber mir schien es unmöglich, mich so einschränken und klein machen zu können, wie es Jesus in der Hostie aus Liebe zu mir tut. Dies ist nicht in meiner Macht, wie es in der Macht Jesu ist; und mein geliebter Jesus sprach zu mir: „Meine Tochter, wenn du dich schon nicht ganz in den kleinen Umfang einer Hostie einengen kannst, kannst du dies aus Liebe zu Mir ganz gut in Meinem Willen tun, um aus dir selbst in Ihm die Hostie bilden zu können; für jeden Akt, den du in Meinem Willen tust, machst du für Mich eine Hostie und Ich werde Mich von dir ernähren, wie du dich von Mir. Was ist es, was die Hostie bildet? Mein Leben in ihr. Was ist Mein Wille? Ist Er nicht Mein ganzes Leben? So kannst auch du dich aus Liebe zu Mir zur Hostie machen; je mehr Akte du in Meinem Willen vollbringst, desto mehr Hostien kannst du machen, um Mir Liebe für Liebe zu geben.“



31.10.2020

Jesus reinigt eine Seele, wenn Er ihr gestattet, in Seinem Willen zu leben
25. Juli 1917

Ich war weiterhin in meinem gewohnten Zustand und beklagte mich bei Jesus; und ich betete gemeinsam mit Ihm, dass Er so vielen Strafgerichten ein Ende mache, und Jesus sprach zu mir: „Meine Tochter, du beklagst dich? Und doch ist dies noch nichts; es werden große Züchtigungen kommen, weil die Kreaturen unerträglich geworden sind. Unter den Schlägen der Züchtigung lehnen sie sich noch mehr auf, ja sie wollen Meine Hand nicht erkennen, die sie schlägt. Ich habe keine anderen Mittel zur Verfügung als sie auszutilgen, nur so werde Ich viele Menschen hinwegraffen können, die die Erde verpesten und Mir die zukünftigen Generationen zugrunde richten. Erwarte daher einstweilen das Ende der Strafen noch nicht, sondern noch schlimmere Übel. Die Erde wird mit Blut getränkt sein...“
Als ich das hörte, zerriss es mir das Herz, und Jesus, Der mich trösten wollte, sprach zu Mir: „Meine Tochter, komm in Meinen Willen, um das zu tun, was Ich tue, und in Meinem Willen wirst du zum Wohl aller Geschöpfe dahineilen können und mit der Macht Meines Willens wirst du sie retten können, auch in ihrem Blut, in dem sie schwimmen; auf diese Weise wirst du sie Mir bringen, gewaschen in ihrem eigenen Blut mit dem Siegel Meines Willens.“
Und ich: „Mein Leben, ich bin so böse, wie kann ich dies tun?“ Darauf Jesus: „Du sollst wissen, dass es der edelste, erhabenste, größte, heldenhafteste Akt ist, Meinen Willen zu tun und in Meinem Willen zu wirken. Deshalb lege Ich auf diesen Akt, dem kein anderer gleichkommen kann, den Glanz Meiner ganzen Liebe und Großzügigkeit. Um der Seele - kaum dass sie beschließt, diesen Akt auszuführen - die Ehre zu erweisen, sich in Meinem Willen aufzuhalten, im Akt, wo die zwei Willen sich begegnen um sich zu verschmelzen und nur einen einzigen zu bilden - so reinige ich sie, wenn sie beschmutzt ist; wenn die Dornen der menschlichen Natur sie umgeben, so zersplittere Ich diese; und wenn ein Nagel, d.h. die Sünde sie durchbohrt, so mache Ich diesen zu Staub, denn nichts Böses kann in Meinen Willen eingehen, sondern im Gegenteil, alle Meine Eigenschaften hüllen die Seele ein und wandeln die Schwäche in Stärke um, die Unwissenheit in Weisheit, das Elend in Reichtum, und so geschieht es mit allem übrigen; in den anderen Akten, die nicht in Meinem Willen getan werden, bleibt immer etwas von sich selbst übrig, aber in diesen Akten in Meinem Willen wird die Seele ganz ihrer selbst beraubt , und Ich fülle sie ganz mit Mir aus.“



30.10.2020

Die Seele, die im Göttlichen Willen lebt, lebt in Jesus und auf Seine Kosten
18. Juli 1917

Ich befand mich weiterhin in meinem gewohnten Zustand, und als ich danach trachtete, mich ganz in den Heiligen Willen Jesu zu versenken, bat ich Ihn, dass Er sich ganz in mich ergieße, so dass ich nicht mehr mich selbst fühle, sondern nur Jesus; und der geliebte Jesus kam und sprach zu mir: „Meine Tochter, wenn die Seele in Meinem Willen lebt und alles, was sie tut, in Meinem Willen tut, dann fühle Ich sie überall, Ich fühle sie im Verstand, und ihre Gedanken fließen in den Meinen; und wie Ich den Geschöpfen das Leben der Intelligenz zuteile, so verbreitet sie sich zusammen mit Mir im Verstand der Geschöpfe; und wenn sie sieht, dass Ich beleidigt werde, fühlt sie Meinen Schmerz. Ich fühle sie in Meinem Herzschlag, ja mehr noch, Ich fühle einen Herzschlag in zwei Herzen in Meinem Herzen und wie die Seele, durch Meine Liebe ermächtigt, sich zusammen mit Mir in die Geschöpfe ergießt und mit Mir zusammen liebt; und wenn Ich nicht geliebt werde, liebt sie Mich für alle, um Mir Meine Liebe zu vergelten und sie tröstet Mich. In Meinen Wünschen fühle Ich das Verlangen der Seele, die in Meinem Willen lebt, in den Werken fühle Ich die ihren und so in allem; man kann also sagen, dass sie von Mir und auf Meine Kosten lebt.“
Ich erwiderte: „Meine Liebe, Du machst alles aus Dir Selbst und brauchst die Kreatur nicht; warum also liebst Du es so sehr, dass die Kreatur in und aus Deinem Willen lebe?“ Und Jesus: „Sicher benötige Ich nichts und mache alles aus Mir Selbst, aber damit die Liebe ihr Leben habe, will sie sich ausdrücken. Stelle dir eine Sonne vor, diese hat sicher genug Licht, das ausreicht für sich und die anderen; angenommen, es gäbe da jetzt andere winzige Lichter und nehmen wir an, dass die Sonne, obwohl sie es nicht nötig hat, diese Lichter bei sich als Begleitung wünschte und um sich Erleichterung zu verschaffen und um die kleinen Lichter vergrößern zu können. Würden diese winzigen Lichter sich verweigern? Ach, Meine Tochter, solange der Wille allein ist, ist Er immer unfruchtbar; wenn die Liebe sich nicht ausdrückt, wird sie schwächer und erlischt. Ich liebe die Geschöpfe so sehr, dass Ich sie mit Meinem Willen vereint will, um sie fruchtbar zu machen, um ihnen das Leben der Liebe zu verleihen, und Ich finde darin Meine Erleichterung, denn Ich habe die Geschöpfe nur erschaffen, damit Ich Meine Liebe ausgießen kann und für nichts anderes, und deshalb ist dies Mein ganzes Verlangen.



29.10.2020

Alles, was die Seele im Göttlichen Willen tut, ist wie ein andauernder, immer gegenwärtiger Akt
7. Juli 1917

Ich wollte mich mit meinem süßen Jesus vereinigen, aber ich sah mich selbst so erbärmlich, dass ich nicht wusste, was ich Ihm geben sollte, und mein stets liebenswürdiger Jesus sagte zu mir, um mich zu trösten: „Meine Tochter, für den, der in Meinem Willen lebt, gibt es keine Vergangenheit und Zukunft, sondern alles ist ein gegenwärtiger Akt; und so ist auch alles, was Ich tat und litt, immer gegenwärtig wie ein andauernder Akt; wenn Ich also Meinem Vater Genugtuung leisten oder den Kreaturen Wohltaten erweisen will, kann Ich dies tun, wie wenn Ich gerade im Akt des Leidens oder Handelns wäre. So verbindet sich das, was die Kreatur in Meinem Willen leiden oder tun kann, mit Meinen Leiden und Meinen Werken und wird zu einem einzigen; und wenn die Seele Mir einen Beweis der Liebe mit ihren Leiden geben will, so kann sie die Leiden nehmen, die sie früher gelitten hat und die ein andauernder Akt sind, und sie Mir geben, um ihre Liebe und ihre Genugtuung Mir gegenüber zu verdoppeln. Und wenn Ich den Eifer der Kreatur sehe, die ihre Akte gleichsam auf die Bank legt, um sie zu vervielfältigen und die Zinsen abzuheben, um Mir Liebe und Genugtuung zu verschaffen, so gebe Ich, um sie noch mehr zu bereichern und um Mich nicht an Liebe übertreffen zu lassen, ihr Meine Leiden, Meine vervielfältigten Werke, um ihr Liebe zu schenken und Mich wiederlieben zu lassen.“



28.10.2020

Wer im Göttlichen Willen lebt, schlägt zugleich im sakramentalen Herzen Jesu
4. Juli 1917

Ich befand mich in meinem gewohnten Zustand und fühlte mich ein wenig leidend; und mein anbetungswürdiger Jesus kam und stellte Sich vor mir auf; es schien mir, dass zwischen mir und Ihm viele elektrische Verbindungsdrähte waren, und Er sprach zu mir: „Meine Tochter, jeder Schmerz, den die Seele erleidet, ist ein Grad an Verbindung mehr, den die Seele erlangt, denn alle Leiden, die die Kreatur leiden kann, wurden zuvor in Meiner Menschheit erlitten und nahmen ihren Platz in der göttlichen Ordnung ein. Da die Kreatur sie nicht alle zusammen erleiden kann, so teilt Meine Güte sie ihr in kleinen Portionen mit; und wie sie ihr diese mitteilt, so werden die Bande der Vereinigung mit Mir stärker, und nicht nur die Leiden bringen diese Wirkung hervor, sondern alles, was die Kreatur Gutes tun kann. So entwickeln sich die Bande der Verkettung zwischen Mir und ihr.“
An einem anderen Tag dachte ich daran, wie gut es die anderen Seelen haben, vor dem Heiligsten Sakrament zu weilen, während ich Arme dessen beraubt bin, und der geliebte Jesus sprach zu mir: „Meine Tochter, wer Meinen Willen tut, ist zusammen mit Mir im Tabernakel und nimmt an Meinen Leiden teil, an der Kälte, den Ehrfurchtslosigkeiten, die Ich erdulde, an all dem, was diese Seelen selbst in meiner sakramentalen Gegenwart Mir antun; wer Meinen Willen tut, muss Vorrang vor allem haben, und für den ist immer der Ehrenplatz reserviert. Wer erhält also mehr Wohltaten, wer vor Mir ist oder wer mit Mir ist? Bei der Seele, die Meinen Willen tut, dulde Ich nicht einmal den Abstand eines Schrittes zwischen Mir und ihr, keine Trennung der Leiden und Freuden: vielleicht werde Ich sie auf das Kreuz annageln, aber stets mit Mir. Dies ist der Grund, warum Ich dich immer in Meinem Willen haben will, um dir den ersten Platz in Meinem sakramentalen Herzen zu geben; Ich will dein schlagendes Herz in dem Meinen fühlen, das - sich in allen vervielfältigend - Mir mit einem einzigen Akt die Sühneleistungen aller und die Liebe aller schenkt. Auf diese Weise, wenn Ich deinen Willen mit dem Meinen vereinige und Mir deine arme Menschheit zu Eigen mache, hebe Ich sie als Mein ständiges Sühnopfer empor bis vor die Majestät des Vaters.“



27.10.2020

Die Seele, die die Kommunion empfängt, muss in Jesus verzehrt werden und Ihm die vollständige Ehre des sakramentalen Lebens Jesu im Namen aller geben

24. Februar 1917

Als ich die Kommunion empfangen hatte, hielt ich meinen süßen Jesus eng an mein Herz gedrückt und sagte: „Mein Leben, wie gerne möchte ich tun, was Du Selbst getan hast, als Du Dich im Sakrament empfingst, damit du in Mir Dein eigenes Wohlgefallen, Deine eigenen Gebete und Sühneleistungen finden könnest.“ Und mein stets liebenswürdiger Jesus sprach zu mir: „Meine Tochter, in diesem kleinen Umfang der Hostie schließe Ich alles ein, und deshalb wollte Ich Mich Selbst im Sakrament empfangen, um Akte zu vollbringen, die den Vater würdig dafür verherrlichten, dass die Geschöpfe einen Gott empfingen, und Ich schenkte den Geschöpfen die vollständige Frucht Meines sakramentalen Lebens, sonst wäre es unvollständig geblieben, sowohl für die Ehre des Vaters als auch zum Wohl der Geschöpfe. Daher befinden sich in jeder Hostie Meine Gebete, die Danksagungen und alles Übrige, das benötigt wurde um Meinen Vater zu verherrlichen und was die Kreatur Mir schuldete. Wenn die Kreatur versagt, so setze Ich in jeder Hostie mein Werk fort, wie wenn Ich in jeder Seele ein anderes 'Ich-Selbst' empfangen hätte; also muss die Seele sich in Mich umwandeln und mit Mir ganz eins werden und sich Mein Leben zu Eigen machen, Meine Gebete, Meine Leiden, Meine Liebesseufzer, Meine feurigen Herzschläge, die Ich brennen lassen will, aber Ich finde niemand, der sich Meinen Flammen als Beute überlässt.
Und in dieser Hostie werde Ich wieder geboren, lebe, sterbe und verzehre Mich, und finde niemand, der sich für Mich verzehrt. Wenn die Seele das wiederholt, so als ob Ich Mich Selbst ein weiteres Mal empfangen hätte, dann finde Ich darin vollkommene Ehre, göttliches Wohlgefallen, Ergüsse der Liebe, die Mir ebenbürtig sind, und Ich schenke der Seele die Gnade, sich in Meinem eigenen Verzehrt-Werden hinzuopfern.



26.10.2020

Wenn die Seele die Kommunion empfängt und im Göttlichen Willen handelt, so erneuert sie die Frucht
der Kommunion und die Akte Jesu

22. Dezember 1916

Nachdem ich die hl. Kommunion empfangen hatte, vereinigte ich mich ganz mit Jesus und sprach zu Ihm, indem ich mich ganz in Seinen Willen ergoss: „Ich weiß nichts zu tun, noch zu sagen, daher fühle ich das große Bedürfnis, zu tun, was Du tust und Deine selben Worte zu wiederholen. In deinem Willen finde ich - wie in Tätigkeit - die Akte gegenwärtig, die Du getan hast, als Du Dich Selbst im Sakrament empfingst, und ich mache sie mir zu Eigen und wiederhole sie Dir“; und so suchte ich, mich in alles einzubringen, was Jesus getan hatte, als Er Sich Selbst sakramental empfing, und während ich so tat, sprach Er zu mir: „Meine Tochter, wer Meinen Willen tut und alles, was er tut, in Meinem Willen tut, nötigt Mich, das gemeinsam mit ihm zu tun, was er macht. Wenn er also in Meinem Willen kommuniziert, wiederhole Ich die Akte, die Ich tat, als Ich Mich Selbst in der Kommunion empfing und erneuere die vollständige Frucht Meines sakramentalen Lebens. Wenn die Seele in Meinem Willen betet, bete Ich mit ihr und erneuere die Früchte Meines Gebetes; wenn sie in Meinem Willen leidet, arbeitet, spricht, leide Ich zusammen mit ihr und erneuere die Frucht Meiner Leiden; Ich arbeite und spreche zusammen mit ihr und erneuere die Frucht Meiner Werke und Worte, und so ist es mit allem anderen.“



25.10.2020

Wirkungen der Kommunion, die die Seele im Göttlichen Willen empfängt

2. Oktober 1916

An diesem Morgen empfing ich die Kommunion, so wie Jesus es mich gelehrt hatte, d.h. vereint mit Seiner Menschheit, Gottheit und Seinem Heiligsten Willen. Und Jesus kam und zeigte Sich. Ich küsste Ihn und drückte Ihn an mein Herz, und Er erwiderte mir den Kuss und die Umarmung und sprach zu mir: „Meine Tochter, wie zufrieden bin Ich, dass du gekommen bist, Mich vereint mit Meiner Menschheit, Gottheit und Meinem Willen zu empfangen! Du hast Mir all das Wohlgefallen erneuert, das Ich empfand, als Ich Mir Selbst die Kommunion reichte, und während du Mich küsstest und umarmtest, schlossest du - weil Ich Selbst ganz in dir bin - alle Geschöpfe ein, und Ich fühlte, wie alle Mir den Kuss gaben, alle Mich umarmten, denn so war es dein Wille, wie es der Meine war, als Ich Mir Selbst die Kommunion reichte: dem Vater Ersatz zu leisten für alle Liebe der Geschöpfe, ungeachtet dessen, dass viele Ihn nicht lieben würden. Der Vater Seinerseits bediente sich in Mir wieder der Liebe aller Geschöpfe. In Meinem Willen gibt es nichts, was die Seele Mir nicht geben könnte, wie die Liebe der Geschöpfe: ungeachtet der Tatsache, dass sie Mich beleidigen, fühle Ich Mich von ihnen geliebt, und Ich gehe daran, Strategien der Liebe rund um die härtesten Herzen zu erfinden, um sie zu bekehren, nur aus Liebe zu diesen Seelen, die alles in Meinem Willen tun. Ich fühle Mich wie gefesselt, gewaltsam verschleppt und gewähre ihnen die Wunder der größten Bekehrungen.“



24.10.2020

Die Seele muss im Göttlichen Willen das wiederholen, was Jesus in ihm tat

8. September 1916

An diesem Morgen nach der Heiligen Kommunion fühlte ich, wie mein liebenswürdiger Jesus mich in besonderer Weise in Seinen Willen aufnahm, und ich schwamm gleichsam in diesem Willen. Aber wer kann wiedergeben, was ich erlebte? Ich finde keine Worte, um mich auszudrücken, und Jesus sprach zu mir: „Meine Tochter, in welchem Ausmaß die Seele in Meinem Willen weilt, in dem Maß kann sie vom göttlichem Leben sprechen, das sie auf Erden lebt! Wie gefällt es Mir, wenn Ich sehe, dass die Seele in Meinen Willen eingeht, um dort das göttliche Leben zu leben! Es gefällt Mir sehr, die Seelen zu sehen, die in Meinem Willen das wiederholen, was Meine Menschheit in Ihm getan hat! Als Ich das Sakrament der Eucharistie einsetzte und den Aposteln die Kommunion reichte, da kommunizierte Ich Mich Selbst im Willen des Vaters, und dadurch leistete Ich nicht nur für alles Sühne, sondern, da Ich im Göttlichen Willen die Unermesslichkeit, die All-Sicht von allem und von allen vorfand, umschloss Ich daher alle, reichte allen die Kommunion. Da Ich sah, dass viele nicht am Sakrament teilnehmen würden und der Vater dadurch beleidigt würde, leistete Ich Ihm die Genugtuung, die Ehre, wie wenn alle kommuniziert hätten, das heißt für jeden einzelnen gab Ich Ihm die Genugtuung und die Glorie eines göttlichen Lebens.
Auch du kommuniziere in Meinem Willen, wiederhole alles; du wirst Mich Selbst allen geben, wie Ich wünschte, Mich allen zu schenken, und du wirst Mir die Ehre geben, wie wenn alle kommuniziert hätten. Mein Herz ist gerührt, wenn es sieht, dass das Geschöpf, das Mir nichts aus sich selbst heraus geben kann, was Meiner würdig wäre, von dem Meinen nimmt, sich zu Eigen macht und nachahmt, was Ich getan habe und um Mir zu gefallen, es Mir gibt; worauf Ich in Meinem Wohlgefallen wiederhole: „Bravo, Mein Kind hat genau das gemacht, was Ich getan habe!“
Dann fügte Er hinzu: „Die Akte in Meinem Willen sind die einfachsten Akte, und weil sie einfach sind, teilen sie sich allen mit; wie das Licht der Sonne, weil es einfach ist, Licht für jedes Auge ist, die Sonne aber nur eine ist, so ist ein einziger Akt in Meinem Willen wie einfachstes Licht und verbreitet sich in jedem Herzen, in jedem Werk, in allen; aber der Akt ist einer. Mein Eigenes Wesen ist - weil es höchst einfach ist - ein einziger Akt, aber ein Akt, der alles enthält ; er hat keine Füße und ist der Schritt für alle, keine Augen und bildet das Auge und das Licht aller, er spendet allen Leben, aber ohne Anstrengung, ohne Ermüdung; er verleiht allen den Akt des Wirkens; daher wird die Seele in Meinem Willen einfach, und gemeinsam mit Mir vervielfältigt sie sich in allen, tut allen Gutes.
O! Wenn doch alle den unermesslichen Wert der Akte - auch der unbedeutenden und kleinsten - die in Meinem Willen getan werden, verstünden, sie würden sich keinen einzigen Akt entgehen lassen!“



23.10.2020

Die Glorie der Seelen, die auf Erden im Göttlichen Willen leben

12. August 1916

Ich war gerade dabei, mich im Heiligsten Willen zu verankern, und mein süßer Jesus sprach zu mir: „Meine Tochter, nur von dem, der in Meinem Willen lebt, fühle Ich Mich wie belohnt für die Schöpfung, die Erlösung und die Heiligung, und dieser verherrlicht Mich so, wie die Kreatur Mich verherrlichen soll: daher werden diese Seelen wie die Edelsteine Meines Thrones sein, und sie werden alle Wonnen in sich aufnehmen, die Glorie, die jeder Selige für sich allein hat. Diese Seelen werden wie Königinnen Meinen Thron umstehen, und alle Seligen werden um sie herum sein, und so wie die Seligen ebenso viele Sonnen sein werden, die im Himmlischen Jerusalem strahlen werden, so werden die Seelen, die in Meinem Willen gelebt haben, in Meiner Sonne selbst strahlen, sie werden wie von Meiner Sonne umschlossen sein und werden die Seligen von Meinem Inneren aus erblicken; es ist nämlich gerecht, dass sie, nachdem sie auf Erden mit Mir, mit Meinem Willen, vereint gelebt haben und kein eigenes Leben besitzen, im Himmel einen von allen anderen abgesonderten Platz einnehmen und das Leben weiterführen, das sie auf Erden gelebt haben, ganz in Mich umgewandelt und versenkt in den Abgrund Meiner Wonnen.“



22.10.2020

Jesus braucht mehr Seelen, die in Seinem Willen leben

6. August 1916

Ich befand mich in meinem gewohnten Zustand, als mein süßer Jesus auf einen Sprung kam und zu mir sagte: „Meine Tochter, Mein Herz fühlt ein unwiderstehliches Bedürfnis, dass sich die Seelen, die in Meinem Willen leben, vervielfältigen, denn diese sind Meine 'Treffpunkte'. Meine Liebe will allen Gutes tun, aber die Sünden hindern Mich daran, Meine Wohltaten auszugießen; daher gehe Ich auf die Suche nach jenen Treffpunkten, wo Ich nicht daran gehindert werde, Meine Gnaden auszugießen, an denen, gerade mittels dieser Seelen, die Völker und die Personen teilhaben, die sie umgeben. Je mehr Treffpunkte dieser Art Ich also auf der Erde habe, desto mehr kann Ich Meiner Liebe freien Lauf lassen, und sie wird sich umso mehr in Wohltaten zum Nutzen der Menschheit ergießen.



21.10.2020

Jesu Wirken in einer Seele erfordert die Antwort der Seele, wenn sie Früchte hervorbringen soll, die Ihm wohl gefallen

25. Mai 1916

Ich war weiterhin in meinem gewohnten Zustand und war ganz betrübt, im Besonderen, weil mir der geliebte Jesus in den vergangenen Tagen gezeigt hatte, wie fremde Soldaten in Italien eindrangen, und ein großes Gemetzel unter unseren Soldaten stattfand und ein Blutbad, dass es Jesus Selbst schauderte, es anzusehen. Ich fühlte mein armes Herz vor Schmerz zerspringen und sagte zu Jesus: „Rette meine Brüder, Deine Abbilder, aus diesem See aus Blut, lasse nicht zu, dass auch nur eine Seele in die Hölle falle.“
Als ich sah, dass die göttliche Gerechtigkeit ihren Zorn gegen die armen Kreaturen noch stärker entbrennen lassen wird, fühlte ich mich wie zum Sterben, und Jesus sprach zu mir, fast als wollte Er mich von diesen so qualvollen Szenen ablenken: „Meine Tochter, so groß ist die Liebe, mit der Ich die Seelen liebe, dass Ich, kaum dass sich die Seele entschließt, sich Mir hinzugeben, sie mit soviel Gnade umgebe, sie liebkose, sie rühre, sie antreibe, sie mit fühlbaren Gnaden beschenke, mit Inbrunst, mit Eingebungen, mit Herzklopfen; daraufhin beginnt die Seele, da sie sich so begünstigt sieht, Mich zu lieben, sie errichtet in ihrem Herzen gleichsam einen Vorrat an Gebeten, an frommen Übungen, beschließt, sich in den Tugenden zu üben; all dies bildet in der
Seele eine blühende Wiese. Aber Meine Liebe ist nicht zufrieden mit Blüten allein, sie will Früchte; wenn die Seele treu ist, setzt sie ihre frommen Übungen fort, ihre Tugenden, sie findet keinen Geschmack an irgend einer anderen menschlichen Sache, sie macht sich keine Gedanken um sich selbst, sondern nur um Mich; mit dem Vertrauen auf Mich wird sie den Früchten Wohlgeschmack verleihen, mit ihrer Treue wird sie sie zum Reifen bringen und mit Mut, Geduld und Ruhe werden sie heranwachsen und reichliche Früchte hervor bringen; und Ich, der himmlische Gärtner werde sie einsammeln und daraus Meine Speise bereiten. Unterdessen werde Ich eine noch schönere und blühendere Wiese pflanzen, auf der heroische Früchte wachsen werden, so dass sie Meinem Herzen unerhörte Gnaden entwinden werden. Wenn sie jedoch dann untreu, ohne Vertrauen ist, sich aufregt, an Menschlichem Geschmack gewinnt, usw... Dann werden diese Früchte herb, geschmacklos, bitter, beschmutzt sein, und sie werden Mich verbittern und bewirken, dass Ich Mich von der Seele zurückziehe.“



20.10.2020

Die Seele, die im Göttlichen Willen ist, betet zusammen mit Jesus, ehrt den Vater und sühnt für jeden, so wie Jesus

3. Mai 1916

Während ich betete, stellte sich mein liebenswürdiger Jesus nahe zu mir, und ich vernahm, wie auch Er betete, und so hörte ich Ihm zu; und Jesus sprach zu mir: „Meine Tochter, bete, aber bete, wie Ich bete, d.h. ergieße dich ganz in Meinen Willen, und in Ihm wirst du Gott und alle Geschöpfe finden, und indem du dir alle Dinge der Geschöpfe zu Eigen machst, wirst du sie Gott geben, als wäre es ein einziges Geschöpf, denn der Göttliche Wille ist Herr über alle, und du wirst die guten Akte der Geschöpfe der Gottheit zu Füßen legen, um Ihr damit die Ehre zu erweisen, die schlechten, um sie mit der Heiligkeit, Macht und Unermesslichkeit des Göttlichen Willens, dem nichts entgeht, zu sühnen.
Dies war auch das Leben Meiner Menschheit auf Erden. Wie heilig Sie auch war, hatte Sie doch diesen Göttlichen Willen nötig, um dem Vater eine vollständige Genugtuung zu leisten und das Menschengeschlecht zu erlösen, denn nur in diesem Göttlichen Willen fand Ich alle Generationen, die vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen, und alle ihre Akte, ohne dass Mir etwas entging. Ich nahm alle Gedanken in Meinen Geist auf, begab Mich vor die Höchste Majestät und leistete Sühne für jeden einzelnen im Besonderen; gleichzeitig stieg Ich, in demselben Willen, in den Geist jedes einzelnen Geschöpfes hinab, und teilte ihm die Güter mit, die Ich für seine Auffassungsgabe erfleht hatte. In Meine Blicke nahm Ich alle Augen der Geschöpfe auf, in Meine Stimme ihre Worte, in Meine Bewegungen die ihren, in Meine Hände ihre Werke, in Mein Herz die Affekte und Wünsche, in Meine Füße die Schritte, und indem Ich Mir sie in diesem Göttlichen Willen zu Eigen machte, leistete Meine Menschheit dem Vater Genugtuung, und brachte die armen Geschöpfe in Sicherheit. Der Göttliche Vater war dadurch befriedigt und konnte Mich auch nicht zurückweisen, da der Heilige Wille Sein Eigener war. Hätte Er sich etwa selbst verworfen? Sicher nicht, umso mehr, als Er in diesen Akten vollkommene Heiligkeit, unerreichbare und bezaubernde Schönheit, höchste Liebe, unermessliche und ewige Akte, unbesiegbare Macht vorfand.
Dies war das ganze Leben Meiner Menschheit auf Erden, vom ersten Augenblick Meiner Empfängnis an bis zum letzten Atemzug, um es dann im Himmel und im Heiligsten Sakrament fortzusetzen. Nun, warum kannst nicht auch du dies tun? Für den, der Mich liebt, ist alles möglich; bete und begib dich - vereint mit Mir, in Meinem Willen - vor die Göttliche Majestät, wobei du in deinen Gedanken die Gedanken aller eingeschlossen hast, in deinen Augen die Blicke aller, in deinen Worten, in den Bewegungen, in den Affekten, in den Wünschen jene deiner Brüder und Schwestern, um sie zu sühnen, um ihnen Licht, Gnade, Liebe zu erflehen; in Meinem Willen wirst du dich in Mir und in allen befinden, du wirst Mein Leben leben, wirst mit Mir beten, und der Göttliche Vater wird daran Wohlgefallen haben, und der ganze Himmel wird zu dir sagen: „Wer ruft uns von der Erde aus? Wer ist es, der diesen Heiligen Willen in sich einschließen will und damit uns alle in Ihm birgt? Und wie viele Wohltaten kann die Erde erlangen, wenn der Himmel auf sie herabsteigt!“



19.10.2020

Losschälung und Treue in einer Seele machen den Herzschlag der Seele zu einem mit Jesus

1. April 1916

An diesem Morgen zeigte sich mein süßer Jesus in meinem Herzen und Sein Herzschlag pochte in dem meinen. Ich schaute Ihn an und Er sprach zu mir: „Meine Tochter, wer wahrhaft liebt und in allem Meinen Willen tut, dessen Herzschläge sind eins mit den Meinigen. Ich nenne sie daher Meine Herzschläge, und als solche will Ich sie um Mich haben, bis hinein in das Pochen Meines eigenen Herzens; sie sind alle darauf bedacht, Mich zu trösten und alle Meine leidvollen Herzschläge zu versüßen. Ihr Herzschlag in dem Meinen wird eine wohlklingende Harmonie bilden, die Mir Mein ganzes Leben wiederholen wird, Mir von den Seelen sprechen wird, Mich drängend, sie zu retten.
Aber, Meine Tochter, um das Echo auf Meinen Herzschlag zu bilden, welche Entäußerung ist da vonnöten! Es muss ein mehr himmlisches als irdisches Leben sein, mehr ein göttliches als menschliches! Es genügt auch ein Schatten, eine kleine Sache, um zu bewirken, dass die Seele die Kraft, die Harmonie, die Heiligkeit Meines Herzschlages nicht fühlt und daher nicht das Echo auf den Meinen bildet, mit Mir nicht in Einklang steht; und Ich bin dann gezwungen, allein zu bleiben in Meinem Schmerz und in Meinen Freuden. Und diese Schmerzen werden Mir von jenen Seelen zugefügt, die Mir - wer weiß wie oft - Versprechungen machten, aber in den Entscheidungen werde Ich von ihren Versprechen enttäuscht.“



18.10.2020

Wenn eine Seele im Göttlichen Willen lebt, wird sie Jesus in Seiner Liebesfähigkeit gleich

1. November 1915

An diesem Morgen ließ mich mein süßer Jesus nicht warten, Er kam, aber abgekämpft, aufgewühlt, und indem Er sich in meine Arme warf, sprach Er zu mir: „Meine Tochter, lass Mich ausruhen, lasse Mich Erleichterung für Meine Liebe finden. Wenn die Gerechtigkeit ein Auslassventil will, so kann sie sich über allen Geschöpfen Luft machen; Meine Liebe hingegen findet nur bei jenem Erleichterung, der liebt, der von Meiner eigenen Liebe verwundet ist und wie im Taumel Erleichterung in Meiner Liebe sucht und Mich um mehr Liebe bittet. Wenn Meine Liebe kein Geschöpf fände, das Mir Erleichterung und Trost gäbe, würde Meine Gerechtigkeit noch mehr entbrennen und den letzten Schlag ausführen, um die arme Kreatur zu vernichten.“
Und während Er das sagte, küsste Er mich wieder und wieder und sprach zu mir: „Ich liebe dich, aber mit unermesslicher Liebe; Ich liebe dich, aber mit einer unbegreiflichen Liebe; Ich liebe dich, aber mit einer Liebe, die nie Grenzen noch ein Ende haben wird; Ich liebe dich, aber mit einer Liebe, der du nie gleichkommen kannst. Aber wer kann alle Bezeichnungen der Liebe aufzählen, mit denen Jesus sagte, dass Er mich liebte? Für jeden Ausspruch, den Er vortrug, erwartete Er meine Erwiderung. Ich wusste nicht, was ich Ihm sagen sollte, noch fand ich ausreichende Worte um Ihm mit Gleichem zu vergelten; ich sagte zu Ihm: „Mein Leben, Du weißt, dass ich nichts habe, und alles, was ich tue, nehme ich von Dir, und dann lasse ich es von Neuem in Dir, damit alles, was Mein ist, in Dir sei, ständige Fähigkeit und dauerndes Leben in Dir haben möge, und ich bleibe immer ein Nichts; daher nehme ich Deine Liebe, mache sie mir zu Eigen und sage Dir: „Ich liebe Dich mit der ewigen, unermesslichen Liebe, mit einer Liebe, die keine Grenzen noch ein Ende hat, einer Liebe, die der Deinen gleichkommt.“ Und ich küsste Ihn wieder und wieder, und in dem Maß wie ich stets wiederholte: „Ich liebe Dich“, beruhigte sich Jesus und kam zur Ruhe, dann verschwand Er.
Später kam Er zurück und zeigte mir Seine Heiligste Menschheit, geschlagen, verwundet, verzerrt, ganz voll Blut. Ich war entsetzt, und Jesus sprach zu mir: „Meine Tochter, siehst du, Ich habe in Mir alle armen Verwundeten, die im Kugelhagel, im Krieg sind, und Ich leide gemeinsam mit ihnen, und Ich will, dass auch du zu ihrer Rettung an diesen Leiden teilnimmst.“ Dann ergoss sich Jesus in mich und ließ mich bald an der Todesangst teilnehmen, bald wieder an den Schmerzen; mit einem Wort, ich fühlte das, was Jesus fühlte.



17.10.2020

Nur indem die Seele im Göttlichen Willen lebt, wird sie zum vollkommenen Bild und Gleichnis Gottes

24. August 1915

Ich befand mich in meinem gewöhnlichen Zustand, als mein stets liebenswürdiger Jesus kam; und ich gab Ihm einen Kuss und sagte: „Mein Jesus, wenn es mir möglich wäre, würde ich Dir den Kuss von allen Geschöpfen geben, so würde ich Deine Liebe zufriedenstellen, indem ich alle zu Dir bringe.“
Darauf Jesus: „Meine Tochter, willst du Mir einen Kuss von allen geben, so küsse Mich in Meinem Willen, denn Mein Wille enthält die schöpferische Kraft, hat die Macht, einen Akt in soviel Akte zu vervielfältigen, wieviel man nur immer will, und so wirst du Mir die Wonne bereiten, wie wenn alle Mich küssten, und du wirst das Verdienst haben, als hättest du alle dazu gebracht, Mich zu küssen, und alle Kreaturen werden die Wirkungen dieses Kusses empfangen, je nach ihrer eigenen Disposition. Ein Akt in Meinem Willen enthält alle Güter, die möglich und vorstellbar sind. Ein Beispiel davon findest du im Bild der Sonne; das Licht ist eines, aber dieses Licht vervielfältigt sich in allen Blicken der Kreaturen, und doch ist das Licht immer eines, und der Akt ist ein einziger.
Nicht alle Geschöpfe jedoch erfreuen sich desselben Lichtes. Einige, die Augen von schwacher Sehkraft haben, müssen sich die Hand vor die Augen halten, gleichsam um sich vom Licht nicht geblendet zu fühlen; andere, die blind sind, profitieren überhaupt nicht davon, aber dies ist nicht die Schuld des Lichtes, sondern die Schuld der Sehkraft der Geschöpfe. Also, Meine Tochter, wenn du wünscht, Mich für alle zu lieben, tue es in Meinem Willen; dann wird deine Liebe in Meinem Willen fließen, Ich werde hören, wie Mir dein 'Ich liebe Dich' im Himmel, um Mich herum, innerhalb von Mir, wiederholt wird; und überall wird es sich vervielfältigen, mit so vielen Akten, wie Mein Wille fähig ist, auszuführen; auf diese Weise wird es Mir Genugtuung für die Liebe aller leisten, weil die Kreatur begrenzt und endlich ist, Mein Wille hingegen unermesslich und unendlich. Wie kann man jene Worte erklären, die Ich aussprach, als Ich den Menschen schuf: „Lasst Uns den Menschen machen nach Unserem Abbild und Gleichnis?“ Wie könnte die Kreatur, die doch so unfähig ist, Mir je ähnlich sehen und Mein Abbild sein? Nur in Meinem Willen konnte ihr dies gelingen. Wenn die Kreatur sich diesen Willen zu Eigen macht, kommt sie dahin, auf göttliche Art zu wirken, und mit der Wiederholung dieser göttlichen Akte kommt sie soweit, Mir ähnlich zu sein, indem sie zu Meinem vollkommenen Abbild wird. Es geschieht wie bei einem Jungen, der, indem er die Akte, die er beim Lehrer sieht, wiederholt, diesem ähnlich wird. Daher ist das einzige, was die Kreatur dazu bringt, Mir ähnlich zu sehen, Mein Wille.
Deswegen habe Ich so großes Interesse daran, dass die Kreatur den wahren Zweck, wozu sie erschaffen wurde, erfüllt, indem sie sich Meinen Willen zu Eigen macht.“



16.10.2020

Alles, was die Seele tut, sollte sein Ziel im Göttlichen Willen haben

17. Juni 1915

Als ich mich in meinem gewohnten Zustand befand, beklagte ich mich bei Jesus und sagte zu Ihm: „Jesus, mein Leben, alles ist zu Ende; mir bleibt nichts anderes als höchstens Deine kurzen Besuche wie ein Blitz, Deine Schatten“ und Jesus unterbrach meine Rede und sagte zu mir: „Meine Tochter, alles muss sein Ziel in Meinem Willen haben, und ist die Seele einmal so weit gekommen, dann hat sie alles getan; wenn sie hingegen viel getan hat und dies nicht in Meinem Willen eingeschlossen hat, kann man sagen, dass sie nichts getan hat. Denn für Mich hat nur das einen Wert, was sein Ziel in Meinem Willen hat, weil gleichsam Mein eigenes Leben darin eingebunden ist, und es ist gerecht, dass Ich die kleinsten, ja nichtigsten Dinge wie Meine eigene Angelegenheit betrachte, auch in den kleinsten Dingen und sogar in dem, was man als 'Nichts' betrachtet.
Bei jedem kleinen Akt, den die Seele mit Meinem Willen vereint tut, fühle Ich, wie sie ihn zuerst Mir entnimmt und dann handelt. Wie selbst in der unscheinbarsten Meiner Handlungen Meine ganze Heiligkeit, Meine Macht, Weisheit, Liebe und alles eingeschlossen ist, was Ich bin, so nehme Ich in jenem Akt, der mit Meinem Willen vollbracht wird, Mein Leben, Meine Werke, Mein Wort, Meinen Gedanken, usw. wahr; wenn also deine Angelegenheiten auf Meinen Willen zielen, was willst du mehr? Alle Dinge haben ein einziges Ziel. Die Sonne hat den Zweck, dass ihr Licht die Erde überflutet. Der Bauer sät, hackt, bearbeitet die Erde, erduldet Kälte und Hitze, aber dies ist nicht seine End-Absicht, sondern er tut es, um die Früchte zu ernten und daraus die Nahrung zu bereiten. So ist es bei vielen anderen Dingen, die zwar viele sind, aber auf ein einziges Ziel hinauslaufen, welches das Leben des Menschen ist. So muss auch die Seele alles in das einzige Ziel Meines Willens hinauslaufen lassen, und darin wird sie ihr Leben festigen, und Ich werde daraus Meine Speise bereiten.“
Dann fügte Er hinzu: „Ich und du, Wir werden in diesen traurigen Zeiten eine sehr schmerzvolle Periode durchleben, weil die Dinge immer schlimmer werden. Aber wisse, wenn Ich dir Mein Kreuz aus Holz wegnehme, so gebe Ich dir das Kreuz Meines Willens, das keine Höhe, keine Breite hat, sondern endlos ist. Ein edleres Kreuz könnte Ich dir nicht geben, weil es nicht aus Holz, sondern aus Licht ist, und in diesem Licht, das brennender als jedes Feuer ist, werden Wir gemeinsam in jeder Kreatur und in ihren Qualen leiden, und Wir werden danach trachten, für alle das Leben zu sein.“



15.10.2020

Der Göttliche Wille formt in der Seele die wahre und vollkommene Konsekration und macht sie zu einer lebendigen Hostie

17. Dezember 1914

(siehe auch Anmerkung zum Text vom 8. April 1904)

Ich setzte meinen gewohnten Zustand fort und war sehr bedrückt wegen der Abwesenheit Jesu; nach vielen Bemühungen kam Er und zeigte sich in meinem ganzen Wesen; es schien als wäre ich die äußere Kleidung Jesu. Er brach Sein Schweigen und sprach zu mir: „Meine Tochter, auch du kannst Hostien formen und sie mystischerweise konsekrieren. Siehst du das Gewand, das Mich im Sakrament bedeckt? Es sind die Akzidenzien des Brotes, aus denen die Hostie gebildet wird, aber das Leben, das in dieser Hostie existiert, ist Mein Leib, Mein Blut und Meine Gottheit. Die Haltung, die dieses Leben enthält, ist Mein Höchster Wille. Und dieser Wille bringt die Liebe hervor, die Wiedergutmachung, die Hinopferung, und alles andere, was Ich im Sakrament wirke, ist auch nicht ein Jota von Meinem Willen entfernt. Nichts kommt aus Mir hervor, dem Mein Wille nicht voranginge, und hier siehst du, wie auch du die Hostie bilden kannst: sie ist materiell und ganz menschlich, und auch du hast einen materiellen Leib und einen menschlichen Willen. Wenn du diesen deinen Körper und diesen deinen Willen rein und aufrecht hältst und weit weg von jedem Schatten einer Sünde, dann bereitest du damit die Träger, die Schleier, damit Ich Mich konsekrieren und verborgen in dir leben kann; und dies wäre so wie eine unkonsekrierte Hostie.
Ich sage unkonsekrierte Hostie, denn zu dieser Hostie muss sich Mein Leben dazugesellen, das aus Heiligkeit, Liebe, Weisheit, Macht, usw. besteht, aber der Motor von allem ist Mein Wille. Nachdem du also die Hostie bereitet hast, musst du deinen Willen in der Hostie sterben lassen, du musst ihn gut, sehr gut backen, damit er nicht mehr zum Leben aufsteht und musst in deinem ganzen Sein Meinen Willen an seine Stelle treten lassen: und Mein Wille, der Mein ganzes Leben enthält, wird die wahre und vollkommene Konsekration vollziehen. Auf diese Weise werden deine menschlichen Gedanken kein Leben mehr haben, sondern die Gedanken Meines Willens, und dieser wird Meine Weisheit in deinem Geist erkennen; du wirst nicht länger das Leben des Menschlichen, die Schwäche, die Unbeständigkeit, in dir haben, denn Mein Wille wird die Konsekration des göttlichen Lebens vollziehen, der Stärke, der Festigkeit und alles dessen, was Ich bin. So werde Ich also jedes Mal, wenn du deinen Willen, deine Wünsche und alles, was du bist und tun kannst, in Meinen Willen versenkst, die Konsekration erneuern, und als lebendige Hostie, nicht als tote, wie diejenigen, die Mich nicht enthält, werde Ich Mein Leben in dir fortsetzen. Aber dies ist noch nicht alles: in den konsekrierten Hostien, im Speisekelch, in den Tabernakeln, ist alles tot, stumm, es ist kein Herzschlag zu fühlen oder eine Bewegung der Liebe, als Antwort auf Meine so große Liebe.
Würde Ich nicht auf die Herzen warten, um Mich ihnen zu schenken, wäre Ich recht unglücklich und um Meine Liebe betrogen; Mein sakramentales Leben wäre ohne Zweck, und wenn Ich dies in den Tabernakeln ertrage, würde Ich es in den lebendigen Hostien nicht ertragen. Folglich will Ich im Sakrament von den lebendigen Hostien ernährt werden und zwar von Meiner eigenen Speise, d.h. die Seele wird sich Meinen Willen zu Eigen machen, Meine Liebe, Meine Gebete, die Sühneleistungen, die Opfer und sie Mir geben, als wären sie ihre eigenen und Ich werde Mich damit ernähren. Die Seele wird sich mit Mir vereinigen, sie wird darauf lauschen, was Ich gerade tue, um es dann zusammen mit Mir zu tun, und in dem Maß, wie sie die gleichen Akte wiederholt, wird sie Mir ihre Nahrung reichen, und Ich werde darüber glücklich sein; und nur in diesen lebendigen Hostien werde Ich den Ersatz finden für die Einsamkeit, das Fasten, und für alles, was Ich in den Tabernakeln erleide.“



14.10.2020

Nur im Göttlichen Willen kann die Seele vollständige und vollkommene Akte der Liebe, des Lobes und des Dankes verrichten

29. Oktober 1914

Ich beklagte mich bei meinem geliebten Jesus über Seine Abwesenheit, und mein armes bedrücktes Herz geriet fast in Fieberwahn und voll von törichten Gedanken sagte ich: „Meine Liebe, was ist das? Hast du vergessen, dass ich ohne Dich nicht zu bleiben weiß und nicht sein kann? Entweder mit Dir auf Erden oder bei Dir im Himmel! Willst Du etwa, dass ich Dich daran erinnere? Willst Du im Schweigen da sein, schlafend oder zornig, dann tu es nur, wenn Du nur immer bei mir bist, aber ich fühle, dass Du mich aus deinem Herzen hinausgeworfen hast! Ach! Wie hast Du nur das Herz gehabt, dies zu tun?“
Aber während ich diese und andere Dummheiten sagte, bewegte sich mein süßer Jesus in meinem Inneren und sprach zu mir: „Meine Tochter, beruhige dich, Ich bin hier! Es ist eine Beleidigung, die du Mir antust, wenn du sagst, Ich hätte dich aus Meinem Herzen hinausgeworfen; Ich halte dich am Grunde Meines Herzens und so dicht, dass Mein ganzes Sein in dir strömt und das deine in Mir; sei daher aufmerksam, damit dir von diesem Meinem Sein, das in dir fließt, nichts entgeht und jeder deiner Akte mit Meinem Willen verbunden sei, denn Mein Wille enthält ganz vollständige Akte.
Es genügt ein einziger Akt Meines Willens, um tausend Welten - und alle vollendet und vollkommen - zu erschaffen, Ich habe keine aufeinanderfolgenden Akte nötig, ein einziger genügt Mir für alle. Wenn du nun den einfachsten Akt - vereint mit Meinem Willen - tust, gibst du Mir damit einen vollkommenen Akt der Liebe, des Lobes, der Danksagung, der Sühne, von allem. Kurz gesagt, du wirst Mich in diesen Akt einschließen, ja du wirst auch Mich Selbst einschließen und Mich Mir Selbst geben.
Ach Ja! Nur diese mit Meinem Willen vereinten Akte können vor Mir bestehen, denn eines vollkommenen Wesens, das keine unvollendeten Akte verrichten kann, sind nur vollendete und vollkommene Akte würdig, um Ihm Ehre zu erweisen und Wohlgefallen zu finden. Und das Geschöpf wird nur in Meinem Willen diese vollständigen und vollkommenen Akte verrichten können. Außerhalb Meines Willens werden die Akte der Kreatur, wie gut und heilig sie auch seien, immer unvollkommen und unvollständig sein, weil die Kreatur genötigt ist, aufeinanderfolgende Akte zu setzen, um ein Werk vollendet und vollkommen zu gestalten. Und wenn ihr dies auch gelingen sollte, so sehe Ich alles, was die Kreatur außerhalb Meines Willens tut, als ein Nichts an. Daher sei Mein Wille dein Leben, deine Norm, dein alles; und wenn du so Meinen Willen in dir einschließt, wirst du in Mir sein und Ich in dir, und du wirst dich hüten noch einmal zu sagen, Ich hätte dich aus Meinem Herzen vertrieben.“



13.10.2020

Die universelle Wirkung der Gebete, die gemeinsam mit Jesus gebetet werden

25. September 1914

Ich opferte gerade meine armen Gebete dem geliebten Jesus auf und dachte bei mir, für wen es am besten wäre, dass Jesus diese Gebete verwende. Und Er sagte gütig zu mir: „Meine Tochter, die Gebete, die zusammen mit Mir und mit Meinem eigenen Willen verrichtet werden, können sich allen schenken, ohne jemanden auszuschließen; und alle haben daran ihren Anteil und ihre Wirkungen, wie wenn sie für eine Seele allein aufgeopfert worden wären.
Sie wirken jedoch gemäß der Verfassung der Kreaturen. Wie auch bei der Kommunion schenke Ich Meine Passion für alle und für jeden einzelnen, aber die Wirkungen sind verschieden, je nach der Verfassung der einzelnen; und wenn zehn Seelen die Wirkungen erhalten, so sind die Früchte nicht weniger, als hätten fünf sie empfangen; so beschaffen ist auch das mit Mir zusammen und in Meinem Willen verrichtete Gebet.“



12.10.2020

Die Seele im Göttlichen Willen ist von Gott untrennbar

17. März 1914

Ich war in meinem gewohnten Zustand und mein stets liebenswürdiger Jesus gab sich weiterhin in meinem ganzen Sein zu erkennen, und ich besaß alle Seine Glieder. Er zeigte sich darüber sehr zufrieden, und als könnte Er diese Freude anscheinend nicht für sich behalten, sprach Er zu mir: „Meine Tochter, wer Meinen Willen tut, der beginnt, an den „Opera ab Intra“ (den Werken nach innen) der göttlichen Personen teilzunehmen. Nur dem, der Meinen Willen tut, ist dieses Privileg vorbehalten, nicht allein an allen Unseren „Opera ab extra“ (den Werken nach außen) Anteil zu haben, sondern von diesen zu den „Opera ab Intra“ voranzuschreiten. Deshalb fällt es Mir schwer, dich nicht zufriedenzustellen, die du in Meinem Willen lebst, denn wenn die Seele in Meinem Willen weilt, ist sie im Innersten Unseres Herzens, Unserer Wünsche, Unserer Gefühle, Unserer Gedanken.
Ihr Herzschlag und der Unsere, ihr Atem und der Unsere sind, bilden eine Einheit. Und die Befriedigungen, die sie Uns verschafft, die Wonnen, die Glorie, die Liebe, sind alle unendlicher Natur, in nichts den Unseren unähnlich, weil sie Unsere Eigenen sind. Und so wie in Unserer ewigen Liebe Eine göttliche Person die Anderen entzückt, die Eine die Wonne der Anderen bildet, so können Wir sehr oft diese Liebe und diese Wonnen nicht mehr in Uns behalten, und Wir bringen „Opera ab extra“ hervor; und so bleiben Wir entzückt und beseligt von jener Seele, die Unseren Willen tut. Wie könnten Wir also die Seele unzufrieden machen, die Uns so sehr zufriedenstellt? Wie sollten Wir den nicht lieben - lieben, wie Wir Uns selbst lieben, nicht wie Wir die anderen Geschöpfe lieben - der Uns mit Unserer eigenen Liebe liebt? Mit jener Seele gibt es keine verhüllten Geheimnisse, zwischen Uns und ihr gibt es kein 'Unser' und 'ihr', sondern alles ist gemeinsam, und was Wir von Natur aus sind, unfähig zu sündigen, usw. das gewähren Wir der Seele aus Gnade, damit es zwischen ihr und Uns keine Ungleichheit gibt.
Und so wie Wir, wenn Wir Unsere Liebe nicht mehr einschließen können, 'Opera ab extra' hervorbringen, so lassen Wir, da Wir die Liebe zu der Seele, die Unseren Willen tut, nicht mehr einschließen können, sie aus Uns heraustreten und zeigen sie den Völkern als Unseren Liebling, als die von Uns Geliebte, und nur wegen ihr und ähnlicher Seelen lassen Wir Wohltaten auf die Erde niederregnen, und erhalten die Erde nur aus Liebe zu ihnen.
Und endlich schließen Wir jene Seele in Unserem Inneren ein, um Uns an ihr zu erfreuen, denn wie die Göttlichen Personen untrennbar sind, so macht sich untrennbar von Uns, wer Unseren Willen tut.“



11.10.2020

Es gibt kein Gut, das die Seele, die mit dem Göttlichen Willen vereint ist, beim Tode nicht mit sich mitnimmt. - Diese Seele kommt auch nicht in das Fegefeuer (Teil II)

8. März 1914

Ach, Meine Tochter! Mein Wille ist das Wunder der Wunder, ist das Geheimnis, um das Licht, die Heiligkeit, die Reichtümer zu finden; Er ist das Geheimnis aller Güter; ein Wunder, ein Geheimnis, das nicht tief erkannt und daher weder geschätzt noch geliebt wird, wie es ihm gebührte. Du schätze und liebe es und mache es denen bekannt, die du dafür bereit siehst.“
An einem anderen Tag, als ich gerade litt, fühlte ich mich, wie wenn ich nichts tun könnte und war dadurch bedrückt; und Jesus, der mich fest umarmte, sprach zu mir: „Meine Tochter, bekümmere dich nicht, suche nur an Meinen Willen hingegeben zu sein, und Ich werde alles für dich tun, weil ein einziger Augenblick in Meinem Willen mehr wert ist, als alles was du an Gutem in deinem ganzen Leben tun könntest.“
Ich erinnere mich noch, dass Er an einem anderen Tag zu mir sagte: „Meine Tochter, wer in Wahrheit Meinen Willen tut, kann bei allem, was in ihm vorgeht - sei es in der Seele wie im Leib - bei dem, was er fühlt, was er leidet, sagen: „Jesus leidet, Jesus ist bedrückt.“ Denn alles, was die Geschöpfe Mir antun, gelangt bis hin zur Seele, in der Ich wohne; wenn Mich also die Kälte der Geschöpfe erreicht, so fühlt sie Mein Wille, und da Mein Wille das Leben jener Seele ist, geschieht es folglich, dass auch die Seele sie fühlt; statt sich also über diese Kälte zu betrüben, als wäre sie ihre eigene, soll sie nahe bei Mir bleiben, um Mich zu trösten und Mir Sühne zu leisten für die Kälte, die die Geschöpfe Mir entgegenbringen. Also, wenn die Seele Zerstreuungen, Kummer oder anderes fühlt, muss sie um Mich herum sein, um Mir Erleichterung und Sühne zu verschaffen, nicht als wären die Kreuze die ihren, sondern die Meinen; daher wird die Seele, die in Meinem Willen lebt, viele verschiedene Leiden - aber unvorhergesehen und fast überraschend - fühlen, je nach den Beleidigungen, die Mir die Kreaturen antun; wie sie auch Freuden und unbeschreibliche Tröstungen empfinden wird. Und wenn sie sich einerseits damit beschäftigen soll, Mich zu trösten und Mir Sühne zu leisten, sollte sie auch die Freuden und Wonnen genießen. Dann wird Mein Wille zufrieden gestellt, ohne dies würde Er betrübt sein und seine Pläne nicht ausführen können.
An einem anderen Tag sagte Er zu mir: „Meine Tochter, wer Meinen Willen tut, kann auf keinen Fall ins Fegefeuer kommen, weil Mein Wille die Seele von allem reinigt, und da Ich sie so eifersüchtig im Leben bewahrt habe - in Meinem Willen beschützt - wie könnte Ich zulassen, dass das Feuer des Reinigungsortes sie berühre? Außerdem könnte ihr höchstens ein gewisser Schmuck fehlen, und Mein Wille wird sie, bevor Er ihr die Gottheit enthüllt, mit all dem bekleiden, was ihr fehlt, und dann werde Ich Mich ihr zeigen.“



10.10.2020

Es gibt kein Gut, das die Seele, die mit dem Göttlichen Willen vereint ist, beim Tode nicht mit sich mitnimmt. - Diese Seele kommt auch nicht in das Fegefeuer (Teil I)

8. März 1914

Als ich mich weiterhin in meinem gewohnten Zustand befand, unterließ es mein stets liebenswürdiger Jesus nicht, oft, sehr oft zu mir über Seinen Heiligsten Willen zu sprechen. Ich werde das wenige berichten, an das ich mich erinnere. Mir ging es gerade nicht sehr gut, als der geliebte Jesus zu mir kam und sagte: „Meine Tochter, wer in Meinem Willen feststeht, der macht sich alles zu Eigen, was Ich tue. Denn der Wille der Seele, die sich Mir geschenkt hat, ist sosehr mit dem Meinen eins geworden, dass alles, was Mein Wille tut, die Seele tut.
Wenn sie also in Meinem Willen lebt und stirbt, gibt es kein Gut, das sie nicht mit sich nimmt, da es kein Gut gibt, das Mein Wille nicht enthält. Und Mein Wille ist das Leben alles Guten, das die Kreaturen hervorbringen. Wenn sie nun für dieses Leben stirbt, nimmt die Seele in Meinem Willen die Messen mit sich, die gefeiert werden, die Gebete und die guten Werke, die verrichtet werden, denn diese sind alle Früchte Meines Willens; und dies ist jedoch viel weniger im Vergleich zum Wirken Meines Willens selbst, das die Seele als ihr Eigentum mit sich trägt.
Es genügt ein Augenblick des Wirkens Meines Willens, um das Wirken aller Kreaturen, der vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen zu übertreffen. Es gibt also keine Schönheit, die der Seele, die in Meinem Willen stirbt, gleichkäme, weder Hoheit noch Schätze, noch Heiligkeit, noch Weisheit, noch Liebe, nichts, nichts, das man mit ihr vergleichen könnte, nichts, das ihr gleichkäme. Wenn sie - in Meinem Willen eins geworden - stirbt, so öffnen sich ihr beim Eintritt ins Himmlische Vaterland nicht nur die Pforten des Himmels, sondern der ganze Himmel neigt sich herab, um sie in die Himmlische Wohnung eintreten zu lassen, um dem Wirken Meines Willens, der in ihr ist, Ehre zu erweisen.
Wie soll Ich dir die Festlichkeiten schildern und das Erstaunen, das sich aller Seligen bemächtigt, wenn sie diese Seele schauen, die ganz vom Wirken des Göttlichen Willens geprägt ist? Wenn sie sehen, dass alles, was sie im Leben getan hat, jedes Wort von ihr, jeder Gedanke, jedes Werk, jede Handlung, usw. sich in ebenso viele Sonnen verwandelt haben, die ihren Schmuck bilden? Sonnen, von denen jede einzelne an Lichtglanz und Schönheit von der anderen verschieden ist? Sie werden in dieser Seele so viele göttliche Bächlein sehen, die alle Seligen überfluten werden, und da die Himmelsbewohner deren Fülle nicht zu fassen vermögen, fluten sie auch auf die Erde, zum Wohle derer, die noch auf der irdischen Pilgerschaft begriffen sind.



09.10.2020

Der Göttliche Wille ist der höchste Gipfel, den es im Himmel und auf Erden geben kann

27. November 1913

Mein stets liebenswürdiger Jesus fährt fort, von Seinem Willen zu sprechen: „Meine Tochter, wie viele vollständige Akte Meines Willens die Kreatur ausführt, soviel Teile von Mir nimmt sie in sich auf; je mehr sie von Meinem Willen nimmt, desto mehr Licht erringt sie und bildet so in ihrem Inneren eine Sonne; und da diese Sonne aus dem Licht gebildet wurde, das die Seele aus Meinem Willen entnimmt, so hängen die Strahlen dieser Sonne mit den Strahlen Meiner göttlichen Sonne zusammen. So strahlt die eine auf die andere zurück; sie werfen gegenseitig Pfeile aufeinander, und während sie dies tun, wird die Sonne, die Mein Wille in der Seele gebildet hat, immer größer.“
Und ich: „Jesus, wir sind immer hier in Deinem Willen, es scheint, dass Du nichts anderes zu sagen hättest.“ Darauf Jesus: „Mein Wille ist der höchste Gipfel, den es im Himmel und auf Erden geben kann, und wenn die Seele dort angekommen ist, hat sie sich alles unterworfen und hat alles getan, und es bleibt ihr nichts anderes mehr zu tun, als über diesen Höhen zu wohnen, sich ihrer zu erfreuen, und diesen Meinen Willen immer mehr zu verstehen, der noch nicht gut genug begriffen wird - weder im Himmel noch auf Erden. Du hast noch Zeit, hier zu verweilen, denn du hast ganz wenig erfasst, und viel bleibt dir noch zu verstehen. Mein Wille ist so groß, dass, wer immer Ihn tut, sich 'Gott' auf der Erde nennen kann.
(Anmerkung: Der heilige Kirchenlehrer Augustinus sagte, dass Gott Mensch wurde, damit der Mensch Gott werden könne. Viele andere Heilige und Mystiker drückten dasselbe auf ihre Art aus.
Und: „Ihr seid GÖTTER, ihr alle seid Söhne des Höchsten.“ (Ps 82,6) sagt die Heilige Schrift in den Psalmen. Jesus bezieht sich im Johannesevangelium auf diese Passage. (Joh 10, 34). Die Bedeutung all dessen ist, dass uns der Heilige Geist bis zu jenem Grad heiligen möchte, dass wir vergöttlicht werden. Dies ist die Aufgabe des Heiligen Geistes in den Seelen. Je mehr jemand heiligmachende Gnade besitzt, desto mehr ist er Gott ähnlich; und diese Ähnlichkeit wird mit dem Geschenk des Göttlichen Willens aufs höchste gesteigert, da der Göttliche Wille die Quelle der heiligmachenden Gnade selbst ist.)
Und so wie Mein Wille die Seligkeit des Himmels bildet, so bilden diese 'Götter', die Meinen Willen tun, die Seligkeit der Erde und derer, die ihnen nahe sind; und es gibt kein Gut auf der Erde, das man nicht jenen 'Göttern' Meines Willens zuschreiben müsste; alles verdankt man ihnen, als direkte oder indirekte Ursache. Wie es im Himmel keine Glückseligkeit gibt, die nicht von Mir ausginge, so gibt es auf Erden kein Gut, das nicht von ihnen her käme.“



08.10.2020

Je stärker die Verbindung der Seele mit dem Göttlichen Willen ist, umso mehr bringt das Kreuz seine guten Wirkungen in der Seele hervor und heiligt sie

18. November 1913

Ich dachte an meinen armseligen Zustand, und wie ich sogar des Kreuzes beraubt bin. Und Jesus in meinem Inneren sagte zu mir: „Meine Tochter, wenn zwei Willen einander entgegengesetzt sind, so bildet der eine das Kreuz des anderen. So ist es mit Mir und den Geschöpfen: Wenn ihr Wille dem Meinen entgegengesetzt ist, bilde Ich ihr Kreuz und sie bilden Mein Kreuz: so bin Ich der Längsbalken des Kreuzes und sie sind der kurze, die, wenn sie sich kreuzen, das Kreuz bilden. Wenn sich nun der Wille der Seele mit dem Meinen vereint, dann sind die Balken nicht länger gekreuzt, sondern miteinander verbunden, und somit ist das Kreuz kein Kreuz mehr. Es ist nicht das Kreuz, das heiligt, es ist die Ergebung in Meinen Willen, die das Kreuz heiligt. Daher kann auch das Kreuz in dem Maß Gutes bewirken, wie es Verbindung es mit Meinem Willen hat.
Und nicht nur das: das Kreuz heiligt, kreuzigt einen Teil der Person, aber Mein Wille verschont nichts, Er heiligt alles und kreuzigt die Gedanken, die Wünsche, den Willen, die Gefühle, das Herz, alles; und da Mein Wille Licht ist, so lässt Er die Seele die Notwendigkeit dieser vollständigen Heiligung und Kreuzigung erkennen, so dass sie selbst Mich dazu drängt, die Arbeit Meines Willens in ihr ausführen zu wollen. So geben sich das Kreuz und die anderen Tugenden damit zufrieden, wenn sie nur einen Teil besitzen; und wenn sie die Kreatur mit drei Nägeln annageln können, dann triumphieren sie darüber. Mein Wille hingegen, der keine unvollständigen Werke zu tun weiß, begnügt sich nicht mit drei Nägeln, sondern mit ebenso vielen Akten, wie viele Akte Meines Willens Ich über die Kreatur verfüge.“



07.10.2020

Das 'Ich liebe Dich' der Seele im Göttlichen Willen

2. Oktober 1913

Ich fuhr in meinem gewohnten Zustand fort, als der geliebte Jesus sich in meinem Inneren sehen ließ; aber sosehr mit mir vereint, dass ich Seine Augen in den meinen sah, Seinen Mund in dem meinen, und so mit allem anderen. Während ich Ihn so erblickte, sprach Er zu mir: „Meine Tochter, siehst du den Zustand der Seele, die Meinen Willen tut, wie Ich Mich verschmelze und ein einziges Ding mit ihr bilde; Ich mache Mich zu ihrem eigenen Leben, weil Mein Wille innerhalb und außerhalb dieser Seele ist. Man kann sagen, dass Er wie die Luft ist, die sie atmet, die allem in ihr Leben verleiht, wie das Licht, das alles sehen, alles verstehen lässt, Hitze, die erwärmt, die Dinge fruchtbar macht und wachsen lässt, wie das Herz, das schlägt, Hände die arbeiten, Füße, die gehen. Und wenn der menschliche Wille sich mit Meinem Willen vereinigt, nimmt Mein Leben in der Seele Gestalt an.“
Nachher, als ich die Kommunion empfangen hatte, sagte ich zu Jesus: - Ich liebe Dich - und Er sprach zu mir: „Meine Tochter, willst du Mich in Wahrheit lieben? Dann wiederhole: - Jesus, ich liebe Dich mit Deinem Willen. - Und wenn du also, da Mein Wille die Abgründe ausfüllt, sagen willst: - ich bete Dich an-, - ich benedeie Dich - ,- ich lobe Dich -, - ich danke Dir -, wirst du es in Meinem Willen vereint sagen, und du wirst - in Meinem Willen - Himmel und Erde mit Anbetung, mit Preis, mit Lob, mit Danksagung erfüllen. Dies sind einfache Dinge, leicht zu tun und unermesslich.
Mein Wille ist alles, Er ist so viel wie Meine eigenen Eigenschaften; und was sind diese? Sie sind ein einfacher Akt Meines Willens, so dass also, wenn die Gerechtigkeit, die Güte, die Weisheit, die Stärke ihren Lauf nehmen, Mein Wille ihnen vorangeht, sie begleitet, sie zum Wirken bringt, mit einem Wort, sie entfernen sich nicht im geringsten von Meinem Willen. Wer daher Meinen Willen aufnimmt, nimmt alles auf, ja man kann sogar sagen, dass sein Leben beendet ist, beendet mit den Schwächen, den Leidenschaften, den Erbärmlichkeiten, denn in dem, der Meinen Willen tut, verlieren alle Dinge ihr Recht, weil Mein Wille den Vorrang vor allem, das Recht auf alles hat.“



06.10.2020

In dem Maß, wie die Seele mit dem Göttlichen Willen vereinigt ist, in dem Maß wird sie geheiligt
und bringen die Sakramente ihre Wirkungen hervor
(Siehe hierzu auch die Anmerkung zum Text vom 8. April 1904)

25. September 1913

Ich hatte Meinem Beichtvater erklärt, dass Jesus mir gesagt hatte: dass der Wille Gottes das Zentrum der Seele ist, dass dieses Zentrum am Grund der Seele ist; dass es, wie die Sonne, die ihre Strahlen aussendet, dem Verstand Licht verleiht, den Handlungen Heiligkeit, den Schritten Kraft zum Voranschreiten, dem Herzen Leben gibt, den Worten und allem Macht verleiht; nicht nur dies, sondern dass dieser Mittelpunkt des Willens Gottes, - während er in uns ist, damit wir ihm nie entfliehen mögen und er uns stets zur Verfügung steht und uns nicht einmal eine Minute allein und getrennt lässt - immer vor uns, zu unserer Rechten und Linken, hinter uns und überall ist; und dass er auch im Himmel unser Mittelpunkt sein wird.
Der Beichtvater aber entgegnete, dass unser Mittelpunkt das Heiligste Sakrament ist.
Nun kam der geliebte Jesus und sagte zu mir: „Meine Tochter! Ich musste die Heiligkeit leicht und zugänglich für alle machen, jene ausgenommen, die nichts von ihr wissen wollen; erreichbar machen in allen Verhältnissen, unter allen Umständen und an allen Orten. Es ist wahr, dass das Heiligste Sakrament das Zentrum ist, aber wer hat es eingesetzt? Wer brachte Meine Menschheit zu solcher Erniedrigung, Sich im engen Umkreis einer Hostie einzuschließen? War es nicht Mein Wille? Daher wird Mein Wille stets die Oberherrschaft über alles haben; und außerdem, wenn das Alles in der Eucharistie enthalten ist, müssten die Priester, die Mich vom Himmel in ihre Hände herabrufen, und die mehr als alle anderen in Kontakt mit meinem sakramentalen Leib und Blut stehen, die heiligsten, die besten sein, so viele hingegen sind die schlechtesten.
Arm bin Ich! Wie sie Mich im Heiligsten Sakrament behandeln! Und so viele Seelen, die Mich vielleicht täglich empfangen, müssten so heilig sein, wenn der Mittelpunkt der Eucharistie ausreichend wäre; und doch - es ist beweinenswert - bleiben sie stets auf dem gleichen Punkt stehen: eitel, zornig, empfindlich, eigensinnig, usw...; armes Zentrum des Heiligsten Sakraments, wie wird es entehrt! Betrachte andererseits eine Familienmutter, die Meinen Willen tut und die durch ihre Lebensumstände - nicht weil sie nicht wollte - Mich aber nicht jeden Tag empfangen kann und die geduldig, liebevoll ist und den Wohlgeruch Meiner eucharistischen Tugenden in sich trägt.
Ach! Ist es etwa das Sakrament oder Mein Wille, dem sie sich unterworfen hat, der sie beherrscht und der das Heiligste Sakrament ersetzt?
Ich sage dir vielmehr, dass die Sakramente selbst in dem Maß die Früchte hervorbringen, wie die Seelen Meinem Willen unterworfen und mit Meinem Willen verbunden sind, und so bringen sie auch ihre Wirkungen hervor. Fehlt jedoch die Verbundenheit mit Meinem Willen, dann kommunizieren sie zwar, gehen aber leer aus. Sie gehen zur Beichte, bleiben aber immer mit Sündenschuld befleckt; sie kommen in Meine sakramentale Gegenwart, aber wenn unsere Willen nicht übereinstimmen, werde Ich für sie wie tot sein, denn nur Mein Wille bringt in einer Seele, die sich Ihm unterwirft, alle Güter hervor und verleiht den Sakramenten selbst Leben. Und wer dies nicht versteht, der ist noch ein Kind in der Religion.“



05.10.2020

Wer den Willen Gottes nicht tut, der raubt Gott alles

5. Februar 1913

Diesen Morgen kam mein stets liebenswürdiger Jesus wie ein Schatten und ein Blitz und sprach zu mir: „Meine Tochter, wer Meinen Willen nicht tut, der hat keinen Grund, auf der Erde zu leben; sein Leben ist ohne Zweck, ohne Mittel und ohne Ziel. Er ist genau wie ein Baum, der keine Früchte hervorzubringen weiß, höchstens giftige Früchte, die ihn selbst immer mehr vergiften und jeden, der unklugerweise davon isst. Dieser Baum tut nichts anderes, als die harte Mühe des Bauern zu rauben, der mit Mühe und Schweiß um ihn herum das Erdreich bearbeitet. So ist die Seele, die nicht Meinen Willen tut, ständig dabei, Mich zu berauben und wandelt das Diebesgut in Gift um; so ist sie um Mich herum, um Mich zu bestehlen, sie raubt Mir das Werk der Schöpfung, der Erlösung, der Heiligung - was die Seele selbst betrifft - sie raubt Mir das Licht der Sonne, die Nahrung, die sie zu sich nimmt, die Luft, die sie einatmet, das Wasser, das ihr den Durst löscht, das Feuer, das sie wärmt, die Erde, auf die sie tritt, denn all dies gehört dem, der Meinen Willen tut. Denn alles, was Mein ist, gehört ihm. Wer hingegen nicht Meinen Willen tut, hat keinerlei Rechte, und so fühle Ich Mich ständig beraubt, und es ist notwendig, dass er gefesselt und in die tiefsten Kerker geworfen werde.“ Nachdem Er das gesagt hatte, verschwand Er wie ein Blitz.



04.10.2020

Wer im Göttlichen Willen für alle betet, empfängt selbst die Liebe, die Gott zu allen hat

14. Dezember 1912

An diesem Morgen hat mein stets liebenswürdiger Jesus, als Er kam, mich mit einem Faden aus Gold gefesselt, und sagte: „Meine Tochter, Ich will dich nicht binden mit Stricken und Ketten; bei den Aufrührerischen gebraucht man Fesseln und eiserne Ketten, mit den Fügsamen hingegen, die keinen anderen Weg und kein anderes Leben ersehnen als Meinen Willen und keine andere Speise als Meine Liebe, braucht es kaum einen Faden, um sie mit Mir in Vereinigung zu halten. Und sehr oft gebrauche Ich diesen Faden nicht einmal, so sehr sind sie in Mir drinnen, dass sie ein einziges Ding mit Mir bilden; und wenn Ich ihn gebrauche, ist es gleichsam, um mit ihnen zu spielen.“ Und während mich Jesus also band, befand ich mich im endlosen Meer des Willens meines Jesus und folglich in allen Kreaturen; und ich ging im Geist Jesu, in Seinen Augen, Seinem Mund, Seinem Herzen, alle Handlungen der Menschen durch, jene des Geistes, der Augen, des Herzens und alle übrigen derselben. Und ich tat alles, was Jesus tat. O! Wie umschließt man doch mit Jesus alles, niemand bleibt ausgeschlossen! Dann fügte Jesus hinzu: Wer in Meinem Willen ist - alles umfassend, betend und Sühne leistend für alle - nimmt in sich allein die Liebe auf, die Ich für alle habe, er schließt sie in sich allein ein und je mehr er liebt, desto teurer ist er Mir, desto schöner ist er. So lässt er alle hinter sich zurück.“
Darauf sagte ich, da ich gelesen hatte, dass jener, der nicht versucht wird, Gott nicht lieb ist - und es schien mir, dass ich seit langem nicht weiß, was Versuchung ist - dies zu Jesus und Er antwortete mir: „Meine Tochter, wer ganz in Meinem Willen ist, ist keiner Versuchung unterworfen, weil der Dämon nicht die Macht hat, in Meinen Willen einzudringen; nicht nur dies, sondern der Teufel selbst will nicht in Ihn eintreten, da Mein Wille Licht ist und die Seele angesichts dieses Lichtes seine Verschlagenheit erkennen und daher den Feind verspotten würde, der diesen Spott nicht erträgt; er ist ihm schrecklicher als die Hölle selbst, und so flieht er ihn mit aller Kraft. Versuche aus Meinem Willen herauszutreten und du wirst sehen, wie viele Feinde dir in den Rücken fallen werden!
Wer in Meinem Willen ist, hält stets das Siegesbanner hoch, und keiner der Feinde wagt diesem unüberwindlichen Banner entgegenzutreten.



03.10.2020

Mit Seinem verborgenen Leben heiligt und vergöttlicht Jesus jede menschliche Handlung

14. August 1912

Als ich mich in meinem gewohnten Zustand befand, sagte mein stets liebenswürdiger Jesus zu mir: „Meine Tochter, damit die Seele sich selbst vergessen kann, muss sie alles, was sie tut oder zu tun hat, so tun, wie wenn Ich es in ihr tun wollte. Wenn sie betet, soll sie sagen: 'Es ist Jesus, der beten will... und ich bete zusammen mit Ihm.' Wenn sie arbeiten muss: 'Es ist Jesus, der arbeiten will... Es ist Jesus, der gehen will... Es ist Jesus, der Speise zu sich nehmen will... Es ist Jesus, der schlafen will... der aufstehen will... der sich unterhalten will...' Und so sollte es für das ganze übrige Leben sein, ausgenommen die Fehler. Nur so kann die Seele sich selbst vergessen, denn sie wird nicht nur alles tun, weil Ich es will, sondern weil Ich es tun will, weil Ich selbst es brauche.“
Nun arbeitete ich eines Tages und dachte, wie es sein könnte, dass, während ich an der Arbeit bin, Jesus in mir arbeitet. Ist es wirklich Er, der diese Arbeit tun will?
Und Jesus: „WIRKLICH ICH bin es, Meine Finger sind es, die in den deinen arbeiten. Meine Tochter, als Ich auf Erden weilte, haben sich Meine Hände nicht dazu herabgelassen, Holz zu bearbeiten, Nägel einzuhämmern und Meinem Nährvater Josef bei den Zimmereiarbeiten zu helfen? Und während Ich das tat, habe Ich mit denselben Händen und Fingern Seelen erschaffen und andere wieder zum anderen Leben abberufen; Ich vergöttlichte alle menschlichen Handlungen, heiligte sie und verlieh jeder ein göttliches Verdienst; in den Bewegungen Meiner Finger, suchte Ich alle Bewegungen deiner Finger, wie auch die der anderen, und wenn Ich sah, dass sie es für Mich taten, oder weil Ich sie in ihnen tun wollte, setzte Ich das Leben von Nazareth in ihnen fort, und fühlte Mich wie gestärkt für die Opfer und die Demütigungen Meines verborgenen Lebens, indem Ich ihnen das Verdienst Meines eigenen Lebens verlieh. Tochter, das verborgene Leben, das Ich in Nazareth lebte, wird von den Menschen nicht geschätzt, während Ich ihnen doch, nach Meiner Passion, nichts Wertvolleres vermachen konnte als jenes, denn indem Ich Mich zu all diesen geringen Handlungen erniedrigte und zu jenen Akten, die die Menschen im täglichen Leben praktizieren, wie das Essen, Schlafen, Trinken, Arbeiten, Feuer Anmachen, Kehren, usw. - Akte, die jeder Mensch nicht umhin kann, zu tun - legte Ich eine göttliche Währung von unschätzbarem Wert in ihre Hände; so hat also Mein Leiden sie erlöst und das verborgene Leben jede menschliche Handlung, auch die unbedeutendste, mit göttlichem Verdienst und mit unendlichem Wert ausgestattet. Siehst du, während du arbeitest - arbeitest, weil Ich arbeiten will - gleiten Meine Finger in den deinen, und während Ich in dir arbeite, wie viele Seelen führe Ich im selben Augenblick mit den gleichen schöpferischen Händen ins Licht dieser Welt, wie viele andere berufe Ich ab, wie viele weitere heilige Ich damit, korrigiere, züchtige Ich, usw. ...!
Nun bist du mit Mir zusammen um zu erschaffen, zu rufen, zu verbessern und anderes zu tun, so dass, wie du nicht allein bist, auch Ich in Meinem Wirken nicht allein bin: könnte Ich dir eine größere Ehre erweisen?“
Aber wer kann ausdrücken, was Ich verstand? Wer kann sagen, wie groß das Gut ist, das man sich selbst und den anderen bereiten kann, indem man die Dinge tut, weil Jesus sie in uns tun will? Mein Geist verliert sich, und daher mache ich hier Schluss.



02.10.2020

Der Göttliche Wille muss für die Seele die Grabstätte sein

4. Juli 1912

Heute Morgen, nach der Kommunion, sagte ich zu meinem liebenswürdigen Jesus: „In welchen Zustand bin ich gefallen! Es scheint, dass mir alles entflieht, Leiden und Tugenden, alles! - Und Jesus: „Meine Tochter, was ist los? Willst du die Zeit verlieren, willst du aus deinem Nichts heraustreten? Begib dich an deinen Platz, in dein Nichts, damit das Alles den Platz in dir einnehmen kann. Wisse jedoch, dass du als Ganzes in Meinem Willen sterben musst, das Leiden, die Tugenden, alles. Mein Wille muss das Grab für die Seele sein, und wie sich im Grab die Natur verzehrt, bis sie tatsächlich verschwindet und aus diesem 'Sich-verzehren' selbst zu schönerem und neuen Leben aufersteht, so wird die Seele, die in Meinem Willen wie in einem Grab begraben ist, dem Leiden, ihren Tugenden, ihren geistlichen Gütern absterben und in allem zum göttlichen Leben auferstehen.
Meine Tochter, es scheint, du wolltest die Weltleute nachahmen, die zu dem neigen, was zeitlich ist und ein Ende hat und sich keine Rechenschaft darüber geben, was ewig ist. Meine Geliebte, warum willst du nicht lernen, allein in Meinem Willen zu leben? Warum willst du nicht das Leben des Himmels leben, sogar noch während du hier auf Erden weilst? Mein Wille ist die Liebe, jene, die niemals stirbt. So muss Mein Wille für dich das Grab sein, und der Grabstein, der dich verschließen, fesseln soll, ohne dir noch Hoffnung zu geben, herauszukommen, ist die Liebe. Und außerdem, jeder Gedanke, der das eigene Selbst betrifft, auch über die eigenen Tugenden, heißt immer, für sich selbst Verdienste zu sammeln und bedeutet eine Flucht vor dem Göttlichen Leben. Wenn die Seele im Gegenteil nur an Mich denkt, betrachtet sie Mich wieder, nimmt das göttlichen Leben in sich auf, verlässt das Menschliche und nimmt alle Güter auf, die möglich sind. Haben wir uns verstanden?



01.10.2020

Im Göttlichen Willen gibt es keinen Tod

2. Juni 1912

... Ich fühlte mich ein wenig leidend und sagte zu meinem stets liebenswürdigen Jesus: „Wann wirst Du mich mit Dir nehmen? Ach Jesus, schnell, mach, dass der Tod mir dieses Leben entreiße und mich mit Dir im Himmel wieder vereine! - Und Jesus: „Meine Tochter, für die Seele, die Meinen Willen tut und in Ihm lebt, gibt es und wird es keinen Tod geben. Der Tod ist für den, der nicht Meinen Willen tut, denn er muss so vielem absterben, sich selbst, den Leidenschaften, der Welt.
Aber wer Meinen Willen tut, hat nichts, dem er absterben müsste: er ist schon an das Leben im Himmel gewöhnt, der Tod bedeutet für ihn nichts anders als seine Lumpen abzulegen, wie einer die Armenkleidung ablegen würde und die königlichen Gewänder anzulegen, um die Verbannung zu verlassen und die Heimat in Besitz zu nehmen. Deshalb ist die Seele, die Meinen Willen tut, nicht dem Tod unterworfen, sie ist keinem Urteil unterworfen, ihr Leben ist ewig; was der Tod an ihr tun muss, hat die Liebe schon vorweggenommen, und Mein Wille hat die Seele ganz in Mir erneuert, so dass es nichts mehr gibt, worüber Ich sie richten sollte. Daher stehe fest in Meinem Willen, und wenn du es am wenigsten erwartest, wirst du dich in Meinem Willen im Himmel wiederfinden .“



30.09.2020

Im Göttlichen Willen kommt die Seele Jesus in Seiner Liebe gleich

23. April 1912

Als ich mich in meinem gewohnten Zustand befand, kam mein geliebter Jesus für kurze Zeit zu mir und sprach: „Meine Tochter, manchmal lasse Ich die Schuld in einer Seele zu, die Mich liebt, um sie stärker an Mich zu ziehen und sie zu drängen, größere Dinge zu Meiner Ehre zu vollbringen, denn je mehr Ich ihr schenke, - wobei Ich diese Schuld zulasse, um Mich noch mehr von ihrem Elend rühren zu lassen und um sie mehr zu lieben und mit Meinen Gaben zu beschenken, - umso mehr dränge Ich sie, Großes für Mich zu tun. Dies ist das Übermaß Meiner Liebe.
Meine Tochter, Meine Liebe für die Geschöpfe ist groß. Siehst du, wie das Licht der Sonne die Erde überflutet? Wenn du aus jenem Licht eine Reihenfolge machen könntest, würdest du in jenen Lichtteilchen Meine melodische Stimme vernehmen, die dir eins nach dem anderen wiederholen würde: Ich liebe dich, Ich liebe dich, Ich liebe dich... so dass sie dir keine Zeit ließen, sie zu zählen, und du wärest in Liebe ertränkt. Und tatsächlich, Ich sage dir „Ich liebe dich“ im Licht, das dein Auge erfüllt, „Ich liebe dich“ in der Luft, die du einatmest, „Ich liebe dich“ im Windstoß, der dein Ohr streift, „Ich liebe dich“ in der Wärme und in der Kälte, die dein Leib fühlt, „Ich liebe dich“ im Blut, das in deinen Adern fließt, „Ich liebe dich“ im Schlag deines Herzens. Mein Herzschlag sagt dir „Ich liebe dich“, „Ich liebe dich“ wiederhole Ich dir zu jeder Zeit, in jedem Gedanken deines Geistes, „Ich liebe dich“ in jeder Bewegung deiner Hände, „Ich liebe dich“ in jedem Schritt deiner Füße, „Ich liebe dich“ in jedem Wort... Denn nichts geschieht außerhalb und innerhalb von dir, das nicht an einem Liebesakt von Mir gegen dich beteiligt wäre. So erwartet ein „Ich liebe dich“ ein anderes „Ich liebe Dich“. Und von deinen „Ich liebe dich“, wie viele davon sind für Mich?
Ich blieb verwirrt zurück, fühlte mich innerlich und äußerlich wie betäubt von den vielen Chören der „Ich liebe dich“ meines Jesus, und meine „Ich liebe Dich“ waren so spärlich, so beschränkt, dass ich sagte 'O, mein liebender Jesus, wer kann Dir je gleichkommen?' - aber in Bezug auf das, was ich geschrieben habe, scheint es, dass ich noch nichts von dem ausgesagt habe, was Jesus mich verstehen ließ. Dann fügte Er hinzu: „Die wahre Heiligkeit besteht darin, Meinen Willen zu tun und alles in Mir wieder neu zu ordnen; wie Ich alles für die Geschöpfe geordnet habe, so sollten die Geschöpfe alles für Mich und in Mir ordnen: Mein Wille lässt alle Dinge in der Ordnung stehen.“



29.09.2020

Was zählt ist, sich völlig Jesus zu überlassen und in allem Seinen Willen zu tun

20. März 1912

Als ich mich in meinem gewohnten Zustand befand, ließ sich mein stets liebenswürdiger Jesus in ganz leidendem Zustand erblicken und sagte zu mir: „Meine Tochter, sie wollen nicht verstehen, dass alles darauf ankommt, sich Mir ganz hinzugeben und in allem Meinem Willen zu tun. Wenn Ich dies erreicht habe, dränge Ich selbst die Seelen, indem Ich zu jeder von ihnen sage: „Mein Kind, nimm diese Freude, diesen Trost, diese Erleichterung, diese Stärkung an; der Unterschied besteht darin: bevor sie sich ganz Mir hingibt und in allem und stets Meinen Willen tut, gestattete sie sich jene erlaubten Befriedigungen, und dies waren menschliche Dinge; nachher hingegen sind es göttliche Handlungen, und da sie Mir gehören, habe Ich keine Eifersucht mehr; und Ich sage Mir: wenn sie sich dieses erlaubte Vergnügen nimmt, so tut sie es, weil Ich es will. Wenn sie mit anderen Personen Angelegenheiten verhandelt, sich erlaubterweise unterhält, usw. so tut sie das alles, weil Ich es will. Wenn Ich es nicht wollte, wäre die Seele bereit, alles aufzugeben, und daher stelle Ich ihr die Dinge zur Verfügung, denn alles, was sie tut, ist Wirkung Meines Willens, nicht mehr des ihren.
Sag Mir, Meine Tochter, was hat dir gefehlt, seitdem du dich ganz Mir hingegeben hast? Ich habe dir Meine Wonnen, Freuden und Mich Selbst ganz geschenkt zu deinem Glück. Und zwar in der übernatürlichen Ordnung wie in der Ordnung des Glaubens. Ich habe es dir an nichts fehlen lassen: Beichtväter, Kommunionen und alles andere; ja im Gegenteil, da du nur nach Mir verlangtest, wolltest du die Beichtväter nicht so häufig, aber Ich habe dir darin nicht Gehör geschenkt, da Ich will, dass alle, die sich um Meinetwillen aller Dinge entäußern wollen, Überfluss an allem haben sollen.
Meine Tochter, welchen Kummer fühle Ich im Herzen, wenn Ich sehe, dass die Seelen dies nicht verstehen wollen, auch jene, die als die besten gelten.



28.09.2020

Der Göttliche Wille ist die Heiligkeit der Heiligkeiten

15. März 1912

Als ich mich weiter in meinem gewohnten Zustand befand, fühlte ich ein großes Verlangen in mir, den Heiligsten Willen des geliebten Jesus zu tun, und Er kam und sprach zu mir: „Meine Tochter, Mein Wille ist die Heiligkeit jeglicher Heiligkeit. Die Seele, die meinen Willen tut, und zwar nach der Vollkommenheit, die Ich dich lehre, d.h. wie im Himmel so auf Erden, übertrifft, und wäre sie noch so klein, unwissend, unbekannt, alle anderen Heiligen, auch wenn diese Wunder und großartige Bekehrungen gewirkt haben. Noch mehr, Seelen, die Meinen Willen erfüllen, wie es in Meinem dritten Fiat der Fall ist, sind Königinnen, und alle anderen gleichen jenen, die in deren Diensten stehen.
Die Seele, die Meinen Willen tut, scheint zwar nichts zu tun, sie tut hingegen alles, denn da sie in Meinem Willen feststeht, handelt sie „auf göttliche Art und Weise“, verborgen zwar, aber auf erstaunliche Weise. Diese Seelen sind wie Licht, das erleuchtet, reinigender Wind, Feuer, das brennt, sie sind die Kräfte, die Wunder geschehen lassen, denn in diesen Seelen wohnt die Kraft, sie zu wirken. Jene hingegen, die die Wunder vollbringen, sind nur Kanäle. So sind sie die Füße der Missionare, die Zunge der Prediger, die Kraft der Schwachen, die Geduld der Kranken, die Regel und der Gehorsam der Untergebenen, die Geduld der Helden, der Mut der Märtyrer, die Heiligkeit der Heiligen, und so ist es mit allem anderen.
Da sie nämlich in Meinem Willen fest stehen, haben sie Teil an allen Gütern, die es im Himmel und auf Erden geben kann. Siehe, deshalb kann Ich sagen, dass sie Meine wahren Hostien sind, aber lebendige, nicht tote, denn die Trägersubstanzen, die die Hostie bilden, sind weder mit Leben erfüllt, noch haben sie Einfluss auf Mein Leben. Die Seele hingegen, die in Meinem Willen steht, beeinflusst und nimmt teil an allem, was Ich tue: siehst du, dies ist der Grund, warum Mir diese in Meinem Willen konsekrierten Hostien teurer sind als die sakramentalen Hostien selbst; und wenn Ich einen Grund habe, in den sakramentalen Hostien zu existieren, dann den, um die lebendigen Hostien Meines Willens zu bilden.
Meine Tochter, das Wohlgefallen, das Ich an Meinem Willen finde, ist so groß, dass, wenn Ich nur davon sprechen höre, Ich vor Freude aufjuble und den ganzen Himmel zur Festfeier berufe. Mache dir nun selbst eine Vorstellung davon, wie es bei jenen Seelen sein wird, die Ihn erfüllen! Ich finde jede Befriedigung in ihnen und gewähre auch ihnen jede Befriedigung; ihr Leben ist das Leben der Seligen.
Nur zwei Dinge liegen ihnen am Herzen, sind der Gegenstand ihrer Sehnsucht, ihres Verlangens: Mein Wille und die Liebe. Wenig anderes haben sie zu tun, während sie in Wirklichkeit damit alles tun. Auch ihre Tugenden selbst sind in Meinen Willen und in Meiner Liebe aufgesogen, sodass sie mit ihnen nichts mehr zu tun haben, denn Mein Wille enthält alles, besitzt alles, nimmt alles in sich auf, aber in göttlicher, unermesslicher und unendlicher Weise. Das ist das Leben der Seligen im Himmel!“



27.09.2020

Die Höchste Einheit der Willen

1. November 1910

Als ich in meinem gewohnten Zustand war, kam mein geliebter Jesus und sprach zu mir: „Meine Tochter, man besitzt die höchste Einheit, wenn die Seele zu einer solch engen Vereinigung mit Meinem Willen gelangt, dass jeder Schatten ihres eigenen Willen verzehrt wird, sodass nicht mehr unterschieden werden kann, was Mein Wille ist und was der ihre. Mein Wille wird somit zum Leben dieser Seele, und zwar so, dass, was immer Ich verfügen möge, sowohl für sie als auch für die anderen, sie in allem zufrieden ist, alles ihr gerade recht erscheint: der Tod und das Leben, das Kreuz und die Armut, usw. Sie betrachtet alles wie ihre eigenen Angelegenheiten und quasi als notwendig für ihr Leben. Sie kommt so weit, dass nicht einmal die Züchtigungen sie erschrecken, sondern sie ist in allem mit dem Willen Gottes zufrieden, überzeugt, dass Ich das tue, was sie will, und sie tut das, was Ich will. Dies ist die letzte Phase der Vollendung ihres Willens in dem Meinem, die Ich so oft von dir verlangt habe, und die der Gehorsam und die Liebe zum Nächsten dir nicht gestattet haben. Viele Male habe Ich dir nachgegeben und habe die Züchtigungen nicht kommen lassen, aber du hast Mir nicht nachgegeben, so dass Ich gezwungen war, Mich vor dir zu verbergen, um frei zu sein, wenn die Gerechtigkeit Mir auferlegte, die Geißel zu ergreifen und die Völker zu züchtigen. Es gibt keine größere Macht, weder im Himmel noch auf Erden, als eine Seele, die in allem und für alles in Meinem Willen verzehrt ist: sie kommt soweit, Mich schwach zu machen und sie entwaffnet Mich, wie es ihr gefällt. Darin besteht die höchste Vereinigung. Dann gibt es auch die niedrige Vereinigung, wenn die Seele wohl ergeben ist, aber Meine Verfügungen nicht als ihre Sache, als ihr Leben ansieht; weder ist sie in Meinem Willen glücklich noch verschmelzt sie ihren Willen mit dem Meinen. Diese Seele sehe Ich wohl an, aber es gelingt ihr nicht, dass sie Mich in sie verliebt macht, noch dass Ich nach ihr ganz 'verrückt' bin, wie es bei der höchsten Einheit der Fall ist.“



26.09.2020

Im Göttlichen Willen zu leben, ist mehr, als die sakramentale Kommunion zu empfangen

23. März 1910

(siehe Anmerkung zur Textstelle vom 8.4. 1908)
Als ich mich in meinem gewohnten Zustand befand und über Seine Abwesenheit beklagte, kam Jesus kurz und sprach zu mir: „Meine Tochter, Ich empfehle dir, nie aus Meinem Willen herauszutreten, denn Er beinhaltet eine solche Macht, dass Er gleichsam eine neue Taufe für die Seele wird, ja mehr als die Taufe selbst, denn in den Sakramenten ist ein Teil Meiner Gnaden, in Meinem Willen hingegen ist die ganze Fülle der Gnade. In der Taufe wird der Makel der Erbsünde hinweggenommen, aber es bleiben die Leidenschaften und die Schwächen; in Meinem Willen aber - wenn die Seele den eigenen Willen vernichtet, vernichtet sie die Leidenschaften, die Schwächen und alles, was menschlich ist, und sie lebt aus den Tugenden, der Stärke und allen göttlichen Eigenschaften. „
Als ich das hörte, dachte ich bei mir: „Bald wird Er sagen, dass Sein Wille schöner ist als selbst die sakramentale Kommunion“, und Er fügte hinzu: „Sicher, gewiss, da die sakramentale Kommunion einige Minuten lang währt, und Mein Wille dagegen immerwährende Kommunion ist, ja sogar ewige, da sie sich im Himmel verewigt. Die sakramentale Kommunion ist Hindernissen unterworfen, entweder wegen Krankheit oder aus einem Bedürfnis heraus, oder von Seiten derer, die sie spenden sollen; während die Kommunion Meines Willens keinem Hindernis unterworfen ist; es genügt, dass die Seele sie will, und alles ist getan; niemand kann ihr ein so großes Gut verwehren, das die Glückseligkeit der Erde und des Himmels darstellt, weder die Dämonen, noch die Kreaturen, noch Meine eigene Allmacht! Die Seele ist frei, und niemand hat ein Recht über sie, was Meinen Willen betrifft.
Daher empfehle Ich Ihn und wünsche so sehr, dass Meine Geschöpfe Ihn annehmen. Es ist die Sache, an der Mir am meisten gelegen ist, die Mir am meisten am Herzen liegt; alle anderen
Dinge, auch die heiligsten, interessieren Mich nicht so wie Er, und wenn Ich erreiche, dass die Seele in Meinem Willen lebt, dann triumphiere Ich, denn in Ihm ist das größte Gut eingeschlossen, das es im Himmel und auf Erden geben kann.“



25.09.2020

Die Geschichte des „Warum“

30. Januar 1909

Als ich in meinem gewohnten Zustand war, befand ich mich außerhalb von mir. Ich glaubte, eine Seele vom Fegefeuer zu sehen, die mir bekannt war, und ich sagte zu ihr: „Sage mir, wie ich vor Gott dastehe; ich fürchte mich sehr, besonders was den Zustand betrifft, in dem ich mich befinde.“ Und jene gab mir zur Antwort: „Es braucht nicht viel, um zu wissen, ob es gut oder schlecht um dich bestellt ist; wenn du das Leiden schätzt, steht es gut um dich, sonst schlecht. Denn wer das Leiden schätzt, der schätzt Gott, und wenn man Ihn schätzt, kann man Ihm nie missfallen. Denn die Dinge, die man schätzt, werden hochgeachtet, man hält sie für lieb und teuer und bewacht sie mehr als sich selbst. Ist es jemals möglich, dass jemand sich selbst Böses wünscht? So ist es unmöglich, Gott gefallen zu können, indem man Ihn missachtet.“
Dann kam der geliebte Jesus und sagte zu mir: „Meine Tochter, die Geschöpfe fragen bei fast allen Ereignissen, die geschehen, immer wieder: 'Und warum? Warum? Warum? Warum diese Krankheit? Warum dieser Seelenzustand? Warum diese Züchtigung?' Und so viele andere Warum.
Die Erklärung des „Warum“ wird nicht auf Erden geschrieben, sondern im Himmel, und dort werden sie alle lesen. Weißt du, was das Warum ist? Es ist der Egoismus, der ständig die Eigenliebe nährt. Weißt du, wo das Warum geschaffen wurde? In der Hölle. Wer war der erste, der es aussprach? Ein Teufel.
Die Wirkungen, die das erste Warum hervorbrachte, waren der Verlust der Unschuld im Garten Eden selbst, der Krieg der unversöhnlichen Leidenschaften, der Ruin so vieler Seelen, die Übel des Lebens; die Geschichte des Warum ist lang. Es genügt, dir zu sagen, dass es kein Übel in der Welt gibt, das nicht den Stempel des Warums trägt. Das Warum ist die Zerstörung der Göttlichen Weisheit in der Seele.
Und weißt du, wo das Warum begraben werden wird? In der Hölle, um die Seelen in Ewigkeit ruhelos zu machen, ohne ihnen Frieden zu gewähren.
Die Kunst des Warum ist es, die Seelen in den Krieg zu führen, ohne ihnen jemals Ruhe zu gewähren.



24.09.2020

Wirkungen des Kreislaufs des Göttlichen Willens in der Seele

3. Mai 1908

Als ich in meinem gewohnten Zustand fortfuhr, sprach Jesus zu mir: „Meine Tochter, in der Seele, die den Willen Gottes tut, kreist Mein Wille in ihrem ganzen Sein, wie das Blut darin zirkuliert; die Seele steht also in ständigem Kontakt mit Mir, mit Meiner Macht, Weisheit, Barmherzigkeit und Schönheit. Und da sie nicht mehr aus ihrem Willen heraus lebt, lebt ihr Wille in dem Meinem; und so wie Mein Wille in dem ihrem kreist, so zirkuliert der ihre in Meinem ganzen Sein, weshalb Ich beständig Kontakt mit ihr wahrnehme und Mich beständig von der Seele berührt fühle; wie sehr fühle Ich Mich gedrängt sie zu lieben, zu bevorzugen und sie in allem zu erhören, worum sie Mich bittet! Sie bittet um nichts anderes, als was Ich will - das will sie und dies allein macht sie glücklich, für sich und für die anderen. Ihr Leben ist mehr im Himmel als auf der Erde; dies ist also die Frucht, die Mein Wille hervorbringt: die Seele schon vor der Zeit zu beseligen.“



23.09.2020

Für den, der im Göttlichen Willen lebt, ist dies immer eine beständige Hl. Kommunion

8. April 1908

Ich war betrübt, weil ich die Kommunion nicht jeden Tag empfangen konnte, und der gute Jesus sprach bei Seinem Kommen zu mir: „Meine Tochter, es ist wahr, dass es etwas Großes ist, zu kommunizieren, aber Meine sakramentale Vereinigung mit der Seele dauert nicht mehr als eine Viertelstunde. Was dir mehr am Herzen liegen soll, ist die vollständige Auflösung deines Willens in dem Meinen, denn wer in Meinem Willen lebt, erfreut sich nicht nur eine Viertelstunde Meiner innigen Vereinigung, sondern immer, jederzeit. Da Mein Wille in ständiger Kommunion mit der Seele ist, deshalb ist es nicht ein einziges Mal am Tag, sondern zu allen Stunden und allen Augenblicken immer Kommunion für den, der in Meinem Willen lebt.“
Anmerkung: Unser Herr wünscht die innigst mögliche Vertrautheit mit Seinen Kindern, die Er um solch großen Preis erlöst hat. In den vollständigen Texten der verschiedenen Schriften Luisas offenbart unser Herr, wie Er auf Erden zugegen blieb in den konsekrierten sakramentalen Hostien, die in den Tabernakeln auf der ganzen Welt aufbewahrt werden, um bei Seinen Kindern zu bleiben und dass Er in der Neuen Ära des Reiches des Göttlichen Willens sehnlichst verlangt, lebendige Hostien aus denen zu gestalten, die im Göttlichen Willen leben wollen. Jesus kann Sein göttliches Leben in den sakramentalen Hostien einschließen, weil diese keinen Willen haben, der dem Göttlichen Willen entgegenstünde. In jenen Seelen, die in Seinem Willen leben werden, findet Jesus ihren freien Willen nicht mehr vor, der sich dem Göttlichen widersetzt, und so kann Er diese Seelen in lebendige Hostien verwandeln, indem Er Sein göttliches Leben in die Akte einschließt, die sie im Göttlichen Willen vollbringen. Diese Akte, die Sein wirkliches, wahres Leben beinhalten, bleiben in der Seele und ermöglichen es Jesus und Seinen Geschöpfen, in beständiger und inniger Kommunion zu leben.
In den sakramentalen Hostien geschieht die Wesensverwandlung (Transsubstantiation), und Jesus bildet Sein wahres Leben in diesen Hostien; aber die Gestalten (Akzidenzien), die die Hostie bilden, sind unfähig, Jesu Liebe mit Liebe zu erwidern, Seine Freude mit Freude, usw. In den lebendigen Hostien, die in Seinem Willen konsekriert sind, erreicht Jesus was Er will, nicht durch Transsubstantiation, sondern auf andere Art. Er bildet Sein wahres Leben in den Akten, die im Göttlichen Willen getan werden, die in ihren Seelen selbst enthalten sind, und Er hat mehr Wohlgefallen an diesen lebendigen Hostien als an den sakramentalen Hostien, weil die lebendigen Hostien in aktiver Wechselbeziehung mit Ihm stehen können: Liebe für Liebe, Freude für Freude,...; Jesu wahres Leben ist die unerschaffene Quelle des mystischen Lebens der Gnade, die erschaffen ist.
Unser Herr wünscht nicht nur diese Art von Gegenseitigkeit, (die Er nur von jenen Seelen erhalten kann, die in Seinem Willen leben), sondern Er wünscht eine ständige innige Kommunion mit ihnen. (siehe Textstelle vom 8.4.1908).
Und in einem anderen Text von Luisa steht, dass, unabhängig von der Tiefe des Verlangens der Seele oder der Vorbereitung auf die sakramentale Kommunion, der menschliche Wille immer irgendein Hindernis für den Strom der Wohltaten dieses Sakraments wie auch der anderen Sakramente bildet. Erst wenn der Göttliche Wille frei und unbeschränkt in den Seelen herrscht, werden die Sakramente all den Nutzen hervorbringen, den sie bringen könnten.
In anderen Textstellen legt Jesus dar, wie sogar die Akte, die von den Seelen verrichtet werden, die im Göttlichen Willen leben, Sein Göttliches Leben einschließen, daher bilden diese Akte geistliche Hostien. Dies war bereits am Beginn der Menschheit verwirklicht, in den Handlungen unserer Stammeltern Adam und Eva, wie auch bei der Seligsten Jungfrau Maria.
Über allem ist der Göttliche Wille, der die unerschaffene Ursache von allem ist, was existiert. Es ist gerade der Göttliche Wille, der die Quelle der Sakramente selbst ist und der alle Segnungen und Güter mitteilt, die die Sakramente in sich enthalten.


22.09.2020

Alles, was die Mutter und Königin in sich enthält, hat seine Wurzel und seinen Ursprung im Fiat

5. April 1908

Als ich weiter in meinem gewohnten Zustand war, erblickte ich in einem Garten die Königin und Mutter auf einem ganz hohen Thron. Ich brannte vor Verlangen, zu ihr hinzugehen und ihr die Hand zu küssen, aber während ich mich bemühte, hinaufzusteigen, kam sie mir entgegen und gab mir einen Kuss auf mein Angesicht. Ich blickte sie genau an und sah in ihrem Inneren etwas wie eine Kugel von Licht, und in diesem Licht stand das Wort „FIAT“, und von diesem Wort ginge so viele verschiedene endlose Meere von Tugenden, Gnaden, Größe, von Herrlichkeiten, Freuden, Schönheiten aus, sodass all ihre Güter von jenem Fiat ihren Anfang nahmen.
O Allmächtiges, fruchtbares, heiliges Fiat, wer kann Dich begreifen? Ich verstumme vor deiner Unermesslichkeit!
Während ich verwundert fortfuhr, Sie zu bewundern, sagte Sie, ganz Zärtlichkeit, zu mir: „Meine Tochter, meine ganze Heiligkeit ist aus dem Wort Fiat hervorgegangen... Jeder Atemzug, jeder Schritt, jede Handlung, alles tat ich im Willen Gottes. Er war meine Speise, mein Alles, und dies verlieh mir Heiligkeit, Reichtümer, Herrlichkeiten, Ehren, nicht menschliche, sondern göttliche.
Je mehr die Seele also mit dem Willen Gottes vereint, verschmolzen ist, umso mehr kann sie sich heilig nennen; desto mehr wird sie von Gott geliebt, desto mehr wird sie bevorzugt, weil das Leben dieser Seele nichts anderes ist als die Abbildung des Willens Gottes; und Er kann nicht anders als sie lieben, wenn sie Seine eigene Sache ist. So soll man also nicht darauf schauen, ob man viel oder wenig tut, sondern eher darauf, ob es von Gott gewollt ist, denn Gott sieht mehr auf den kleinen Akt, der gemäß Seinem Willen ist, als auf große Handlungen ohne Ihn.



21.09.2020

In den Göttlichen Willen gehen keine unempfindlichen Gefühle noch Fehler ein

19. Juni 1907

Als ich mit einer Person über den Willen Gottes gesprochen hatte, hatte ich beiläufig erwähnt, dass, wenn man im Willen Gottes sei und sich in Trockenheit fühle, man sich doch im Frieden befände.
Nun, da ich mich in meinem gewohnte Zustand befand, hat mich Jesus korrigiert und sagte zu mir: „Meine Tochter, gib wohl Acht, wenn du von Meinem Willen sprichst, denn Er ist so glückselig, dass Er Unsere eigene Glückseligkeit bildet. Und der menschliche Wille ist so unglücklich, dass, wenn er in den Unseren eintreten könnte, Unser Glück zerstören und mit Uns Krieg führen würde. Deswegen treten weder Trockenheit noch Fehler, noch Beunruhigungen noch Kälte in Meinen Willen ein, denn Mein Wille ist Licht und enthält alle Freuden, die möglich sind. Der menschliche Wille ist nichts als eine Portion Dunkelheit voller Ekel. Wenn also die Seele schon in Meinem Willen ist, bevor sie eintritt, mit Ihm in Kontakt tritt, hat das Licht den Anteil der Finsternis aufgelöst, um sie in Mein Licht zu verwandeln, die Wärme hat das Eis und die Trockenheit geschmolzen, die göttlichen Freuden haben die ekelerregenden Dinge weggenommen, Meine Glückseligkeit hat sie von aller Unglückseligkeit befreit.



20.09.2020

Die Seele sollte in ihrem Geist die Wahrheiten säen, die sie erfahren hat

4. Juli 1907

Ich dachte daran, wie böse ich geworden bin, und doch korrigiert mich der Herr nicht, noch tadelt Er mich. Während ich daran dachte, fühlte ich, wie Er sich in meinem Inneren bewegte, und Er sprach zu mir: „Meine Tochter, gehe nur, gehe! Wenn Ich die Güte, Barmherzigkeit und Milde bin, bin Ich auch die Gerechtigkeit, Stärke, Macht; hätte Ich dich gesehen, wie du zurückweichst oder freiwillige Fehler begehst, angesichts so großen Gnaden, die Ich dir verliehen habe, so verdientest du, niedergeschmettert zu werden, und Ich hätte dich tatsächlich gestraft. Wenn Ich es nicht tue, verstehst du selber warum, und wenn Ich nicht immer zu dir spreche, säe stets in deinem Geist die Wahrheiten, die Ich dich gelehrt habe, und dann tritt ein in dein Inneres, vereinige dich mit Mir, und Ich werde immer zusammen bei dir sein, um im Inneren zu wirken.



19.09.2020

Im Göttlichen Willen sind die Sünden der Vergangenheit vergessen

1. Juli 1907

Ich las von einer Heiligen, die immer an ihre Sünden dachte und Gott um Schmerz und Verzeihung für ihre Sünden bat, deshalb sagte ich zu Jesus: 'Herr, welch ein Unterschied zwischen mir und dieser Heiligen! Ich denke nie an die Sünden, und jene denkt immer daran; man sieht, dass im Unrecht bin.'
Und Jesus sagte sofort: 'Kann etwa Mein Wille Sünden und Unvollkommenheiten hervorbringen? Er ist immer heilig, und wer in ihm lebt, ist schon geheiligt, freut sich und ist glücklich; und wenn er auch in der Vergangenheit Sünden begangen hätte, vergisst er, da er sich in der Schönheit, in der Heiligkeit, in der Unermesslichkeit der Güter befindet, die Mein Wille enthält, die Hässlichkeit seiner Vergangenheit und denkt nur an das Gegenwärtige; wenn er aus Meinem Willen heraustritt und zum eigenen Sein zurückkehrt, ist es kein Wunder, dass er sich an Sünden und Erbärmlichkeiten erinnert.
Denk daran, dass in Meinen Willen jene Gedanken über die Sünden und über sich selbst nicht eintreten, noch eintreten können; und wenn die Seele ihrer gewahr wird, so heißt das, dass sie nicht stabil noch fest in Mir ist, sondern dass sie Austritte macht.“
Als ich mich später in meinem gewohnten Zustand befand, sagte Er zu mir, kaum, dass ich Ihn erblickte: „Meine Tochter, die Wahrheit, wie sehr sie auch verfolgt sein mag, kann nichts anderes tun als als Wahrheit anerkannt zu werden. Und es kommt die Zeit, da gerade jene verfolgte Wahrheit anerkannt und geliebt wird. In diesen traurigen Zeiten ist alles Falschheit und Doppelzüngigkeit, und um zu bewirken, dass die Wahrheit herrschen könne, verdient der Mensch geschlagen und vernichtet zu werden; und einen Teil dieser Züchtigungen werden sie sich selbst verschaffen und sich gegenseitig vernichten, ein Teil wird von Mir kommen... „



18.09.2020

Die Seele, die sich selbst dem Göttlichen Willen hingibt, erlangt Gott mit allen Seinen Gütern wieder

23. Juni 1907

Ich befand mich in meinem gewohnten Zustand und da ich sah, dass der gebenedeite Jesus nicht kam, dachte ich bei mir, was wohl der schönste und unserem Herrn wohlgefälligste Akt sei, der Ihn leichter dazu bewegen könne, dass Er käme: der Schmerz über die eigenen Sünden oder die Ergebung. In diesem Augenblick kam Jesus und sagte zu mir: „Tochter, der schönste Akt, der Mir am meisten gefällt, ist die Hingabe an Meinen Willen, aber so, dass man sich nicht mehr erinnert, dass das eigene Ich existiert und dass die Seele alles ist für den Göttlichen Willen. Der Schmerz über die eigenen Sünden ist gut und lobenswert, aber er vernichtet nicht das eigene Sein, sondern nur das „Sich vollständig Meinem Willen Überlassen“ vernichtet das eigene Sein und lässt die Seele das göttliche Sein wiedererlangen.
Daher gibt Mir die Seele, wenn sie sich Meinem Willen überlässt, Mir mehr Ehre, weil sie Mir all jenes gibt, was Ich von der Kreatur fordern kann, und indem sie so in Mir wiedererlangt, was von Mir ausgegangen ist, kommt die Seele dahin, all das wiederzugewinnen, wonach sie allein streben soll, nämlich Gott, mit allen Gütern, die Gott Selbst besitzt. Also nur, wenn die Seele gänzlich im Willen Gottes steht, erlangt sie Gott wieder, und sobald sie aus Meinem Willen heraustritt, erlangt sie das eigene Sein wieder mit allen Übeln der verdorbenen Natur.“



17.09.2020

Die größte Heiligkeit, die man anstreben kann ist die, im Göttlichen Willen zu leben

20. Januar 1907

Nachdem ich das Leben von zwei Heiligen gelesen hatte, von denen eine sich sehr nach dem Leiden sehnte, die andere danach strebte, klein zu sein, dachte ich bei mir, wer von den beiden die bessere sei, um sie nachahmen zu können, und da ich es nicht für mich entscheiden konnte, fühlte ich mich in der Klemme.
Inzwischen sagte ich, um frei sein und nur daran denken zu können, Jesus zu lieben, zu mir selbst: 'Ich will nach nichts trachten als Ihn zu lieben und Seinen Heiligen Willen vollkommen zu erfüllen.' In diesem Augenblick sprach der Herr im Inneren zu mir: „Und Ich will dich hier, in Meinem Willen; denn wenn das Getreidekorn nicht unter der Erde begraben wird und in allem stirbt, kann es nicht zum Leben auferstehen und sich vervielfältigen. So kann die Seele, solange sie sich nicht in Meinem Willen begräbt und nicht allem stirbt, indem sie ihren Willen in dem Meinen zunichte macht, nicht zu neuem göttlichen Leben auferstehen, mit der Wiedergeburt aller Tugenden Christi, die die wahre Heiligkeit in sich enthalten. Daher sei Mein Wille das Siegel, das dein Inneres präge, und wenn Er alles in dir wieder erstehen lassen hat, wirst du dort die wahre Liebe vorfinden. Dies ist die beste von allen Heiligkeiten, nach denen die Seele streben kann.“



16.09.2020

Wie der Göttliche Wille alles Gute in sich enthält

15. Dezember 1906

Jesus sagte zu mir: „Meine Tochter, da der Göttliche Wille die einzige substantielle Nahrung ist, die jeden Geschmack und alle Wonnen enthält, die der Seele angepasst sind, findet diese ihre köstliche Nahrung in Ihm, stillt darin ihr Verlangen, die Neigung hat nichts mehr, wohin sie zielen könnte, weil sie gefunden hat, was sie befriedigt; der Wille hat nichts mehr, was er wünschen sollte: indem er sich selbst verlässt, d.h. das, was seine Qual bildete, hat er den Göttlichen Willen gefunden, der sein Glück darstellt; er hat die Armut zurückgelassen und Reichtum gefunden, nicht jenen, der menschlich ist, sondern göttlich. Kurz, all das Innere einer Seele findet im Göttlichen Willen seine Nahrung, besser gesagt, die Arbeit, mit der sie beschäftigt und von der sie ganz in Anspruch genommen bleibt, und während sie darin all ihre Befriedigung findet, findet sie darin auch etwas zu tun, zu lernen und immer neue Dinge zu verkosten. Ausgehend von einer geringeren Wissenschaft erlernt die Seele höhere Kenntnisse, von kleinen Dingen schreitet sie fort zu großen Dingen, von einem Wohlgeschmack zu anderen Freuden; und es bleibt für sie in dieser Atmosphäre des Göttlichen Willens immer etwas zu verkosten.“



15.09.2020

Der unermessliche Nutzen des Wirkens in inniger Vereinigung mit Jesus

28. November 1906

Für kurze Zeit sah ich meinen geliebten Jesus, und es schien, als ob Er sich ganz in Mich umwandelte, so dass, wenn ich atmete, ich Seinen Atem in dem meinen fühlte, wenn ich einen Arm bewegte, ich den Seinen in meinem fühlte, und so war es mit allem. Während Er so tat, sprach Er zu mir: „Meine geliebte Tochter, siehst du, in welch enger Vereinigung Ich mit dir stehe? So will Ich, dass du ganz eng mit Mir vereint seist; und glaube nicht, dass du das nur tun sollst, wenn du leidest oder betest, sondern immer, immer, wenn du dich bewegst, wenn du atmest, wenn du arbeitest, wenn du isst, wenn du schläfst, alles musst du so tun als tätest du es in Meiner Menschheit, als ob dein Wirken von Mir ausginge, in der Art und Weise, dass all das deine nichts als die Schale sein soll, und ist die Schale deines Wirkens aufgebrochen, so muss man die Frucht des göttlichen Werkes vorfinden, und dies musst du zum Nutzen aller Kreaturen tun, wie wenn meine lebendige Menschheit sich inmitten der Menschen befände. Denn wenn du alles, auch die gleichgültigsten Handlungen, mit dieser Meinung verrichtest, von Mir das Leben zu empfangen, so gewinnen deine Handlungen das Verdienst Meiner Menschheit. Da Ich Mensch und Gott bin, enthielt Ich in Mir Selbst alles, d.h. in Meinem Atemzug beinhaltete Ich die Atemzüge aller Geschöpfe, in Meiner Bewegung die Bewegung aller, in Meinem Gedanken die Gedanken aller, daher heiligte und erneuerte Ich alles. Daraus folgt, dass, wenn du in allem so wirkst, du aus Mir dein Wirken entnimmst, auch du dahin kommst, alle Kreaturen in dir einzuschließen und zu enthalten, und deine Handlungen werden sich zum Wohl aller Geschöpfe ausbreiten; so dass Ich also, trotz der Tatsache, dass die anderen Mir nichts gegeben haben, Mir alles von dir nehmen werde.“



14.09.2020

Wie der Göttliche Wille das Paradies für die Seele und für Gott bildet

3. Juli 1906

Jesus sagte zu mir: „Meine Geliebte, die Seele, die in Meinem Willen lebt, ruht, denn der Göttliche Wille tut alles für sie, und während Ich für sie arbeite, finde Ich hierin die schönste Ruhe, so dass der Göttliche Wille Ruhe für die Seele und Ruhe für Gott in der Seele darstellt. Und während die Seele im Göttlichen Willen ruht, saugt sie das göttliche Leben ein, und bildet daraus ihre ständige Nahrung. Der Wille Gottes ist das Paradies für die Seele auf Erden, und die Seele, die den Willen Gottes tut, gelangt dazu, das Paradies Gottes auf Erden zu bilden. Der Wille Gottes ist der einzige Schlüssel, der die Schätze der göttlichen Geheimnisse öffnet, und die Seele erlangt eine solche Vertrautheit im Haus Gottes, dass sie herrscht, als wäre sie Besitzerin.“
Es gibt keine Gnaden, die, aus Meinem Willen hervorgehend, allen Kreaturen im Himmel und auf Erden verliehen werden, an denen jene Seele, die in Meinem Willen lebt, nicht die erste wäre, die daran Anteil hätte; und dies ist natürlich, denn wer im Haus seines Vaters lebt, hat Überfluss an den Gütern, die er besitzt, und wenn jene, die draußen sind, etwas erhalten, dann sind es die Überreste von dem, der drinnen lebt.



13.09.2020

Die Tugenden lassen uns eine gewisse Höhe erreichen - im Göttlichen Willen gibt es keine Grenzen

12. Februar 1906

... Jesus sagte zu mir: Meine Tochter, alle Tugenden der Geschöpfe errichten in der Seele eine Mauer von bestimmter Höhe, aber die Mauer der Seele, die im Willen Gottes lebt, ist eine so hohe und so tiefe Mauer, dass diese Höhe und Tiefe nicht erkannt werden kann, sie ist ganz aus reinem und massivem Gold, keinem Unheil unterworfen, denn da diese Mauer im Göttlichen Willen ist, d.h. in Gott, bewacht Er sie Selbst, und gegen Gott kommt keine Macht auf. Während die Seele in diesem Göttlichen Willen lebt, wird sie von einem Licht umhüllt, das ganz ähnlich Dem ist, in Dem sie lebt; und auch im Himmel wird sie mehr als die anderen erstrahlen und wird für die Heiligen selbst Anlass zu größerer Glorie sein. Ach, Meine Tochter, denke ein wenig darüber nach, welche Atmosphäre von Frieden, von Wohltaten allein das Wort Wille Gottes beinhaltet! Die Seele fühlt sich beim bloßen Gedanken daran, in dieser Umgebung leben zu wollen, schon umgewandelt; eine göttliche Atmosphäre umgibt sie, sie fühlt, wie sie ihr menschliches Sein verliert, und fühlt sich vergöttlicht; war sie ungeduldig, wird sie geduldig, war sie hochmütig, wird sie demütig, gefügig, liebevoll, gehorsam; mit einem Wort, die da arm war, wird reich, und alle anderen Tugenden erheben sich, um einen Kreis zu bilden um diese hohe Mauer, die keine Begrenzung hat. So bleibt die Seele verloren in Gott, sie verliert ihre eigenen Grenzen und gewinnt jene des Göttlichen Willens.



12.09.2020

Eine Auswahl von Textstellen aus dem Buch des Himmels (Teil XI)

27. September 1938

Alles, was Ich über Meinen Willen ausgesagt habe, kann Ich eine neue Schöpfung nennen, schöner, vielgestaltiger, majestätischer als die Schöpfung selbst, die alle sehen. Ja, mehr noch, o wie sehr bleibt diese zurück! Und wie es dem Menschen unmöglich ist, sie zu vernichten, das Sonnenlicht zu ersticken, das Ungestüm des Windes und die Luft, die alle einatmen zu verhindern und aus allen Dingen eine Haufen Schutt zu machen, so können sie nichts von dem, was Ich gesagt habe ersticken, noch weniger vernichten. Es ist eine neue sprechende Schöpfung, und jede Wahrheit trägt den Stempel, das Siegel Unseres Göttlichen Lebens; in den Wahrheiten, die Ich dir geoffenbart habe, sind daher die Sonnen enthalten, die sprechen, die Winde, die reden und in Meinem Willen alles umstürzen, bis sie die Kreatur mit der Gewalt Meiner Macht bestürmen können; in diesen Wahrheiten gibt es Meine verschiedenartigen Schönheiten, die die Kreaturen hinreißen werden, die Meere der Liebe, von denen sie ständig überflutet werden und die mit ihrem sanften Rauschen die Herzen erobern werden, um Mich zu lieben.
In diese Wahrheiten habe Ich alle möglichen und vorstellbaren Güter hineingelegt: Liebe, die besiegt, die entführt, die versüßt, die erschüttert; nichts fehlt, um die Kreatur zu beherrschen und Meinen Willen mit Würde und Majestät, gemeinsam mit dem Heer Meiner Wahrheiten herabsteigen und unter ihnen regieren zu lassen; und es wird der Kreatur nicht erlaubt sein, diese Meine neue Schöpfung zu verheimlichen; Ich werde sie gut zu bewachen und zu verteidigen wissen. Und außerdem, Meine Tochter, diese neue Schöpfung kostet Mich nicht die Arbeit von sechs Tagen, sondern von gut fünfzig Jahren und mehr. Wie könnte Ich zulassen, dass sie jemals unterdrückt werde, dass sie kein Leben habe und nicht bekannt werde? Dies wäre so, wie wenn Ich nicht genügend Macht besäße, was nicht sein kann. Ich werde auf sie achtzugeben wissen und sie werden auch kein einziges Wort von Mir antasten und zerstören können: es kostet Mich zu viel! Und wenn die Dinge sehr viel kosten, gebraucht man alle Mittel, alle Künste, man setzt auch das eigene Leben ein, um die Absicht zu erreichen.
Lasse Mich daher das Werk dieser neuen Schöpfung vollenden, mach dir keine Gedanken darüber, was sie sagen und tun: dies ist die gewöhnliche menschliche Unbeständigkeit, dass sie bei einem Windhauch Schwarz sehen, bei einem anderen Windhauch sich die Binde abnehmen und Weiß sehen; daher werde Ich alle zu überwältigen wissen und Meine Wahrheiten wie ein Kriegsheer ausziehen lassen, um die Kreaturen zu beherrschen; Geduld braucht es von Meiner Seite und von deiner Seite; gehen Wir voran ohne unsere Einstellung zu ändern.



11.09.2020

Eine Auswahl von Textstellen aus dem Buch des Himmels (Teil X)

18. September 1938

Ich bin im Meer des Göttlichen Willens unter unermesslichen Bitterkeiten und erniedrigendsten Demütigungen wie eine arme Verurteilte. Und wenn nicht Jesus meine Stütze, Kraft und Hilfe wäre, weiß ich nicht, wie ich leben sollte. Und mein süßer Jesus, Der einen Teil meines Leidens auf Sich nahm, litt zusammen mit mir und sprach im Feuer Seines Schmerzes und Seiner Liebe zu mir: „Meine liebe Tochter, wenn du wüsstest, wie sehr Ich leide, wenn du es sehen könntest, würdest du vor Schmerz sterben; Ich bin gezwungen, alles, die ganze Qual, die Grausamkeit der Leiden, die Ich fühle, zu verbergen, um dich nicht mehr zu betrüben.
Wisse, dass sie nicht dich verurteilt haben (Anm.: am 13. Juli 1938 wurden drei Publikationen bzgl. der Schriften über den Göttlichen Willen von Luisa Piccarreta verworfen), sondern Mich zusammen mit dir: Ich fühle Meine Verurteilung erneuert; wenn man das Gute verurteilt, heißt das, Mich Selbst zu verurteilen. Du jedoch vereinige deine und Meine Verurteilung in Meinem Willen mit jener, die Ich erlitt, als Ich gekreuzigt wurde, und Ich werde dir das Verdienst Meiner Verurteilung geben und alle Gnaden, die sie hervorbringt: sie bewirkte, dass Ich starb, brachte Meine Auferstehung zum Leben, in der alle das Leben und die Auferstehung aller Güter finden sollten.
Mit ihrer Verurteilung glauben sie, all das zu vernichten, was Ich über Meinen Göttlichen Willen gesagt habe, Ich werde hingegen solche Züchtigungen und traurige Ereignisse zulassen, dass Ich so Meine Wahrheiten schöner, majestätischer mitten unter den Völkern auferstehen lassen werde. Ich Meinerseits und du deinerseits, rücken wir also nicht ab, fahren Wir fort zu tun, was Wir getan haben, wenn auch alle sich gegen Uns stellen. Dies ist Meine göttliche Handlungsweise, dass Ich, wieviel die Geschöpfe auch Böses tun, niemals Meine Werke aufgebe, sie stets mit Meiner Macht und schöpferischen Kraft erhalte aus Liebe zu denen, die Mich beleidigen; Ich liebe sie immer, ohne jemals aufzuhören.
Indem Wir uns nie verändern, werden Unsere Werke vollendet, bleiben immer schön, tun allen Gutes; wenn Wir Uns ändern würden, würden alle Dinge zugrunde gehen, kein Gut käme zu Ende. Daher will Ich dich auch in dieser Angelegenheit mit Mir zusammen, immer fest und ohne dass du dich je von Meinem Willen trennst und dass du das tust, was du bis jetzt getan hast: aufmerksam Mich anzuhören, um die Erzählerin Meines Willens zu sein. Meine Tochter, was heute nichts nützt, wird morgen angebracht sein; das was heute Dunkelheit zu sein scheint, weil es Personen mit blindem Geist antrifft, wird sich morgen für andere, die Augen haben, in die Sonne verwandeln, und wieviel Gutes werden sie stiften!
Fahren Wir also fort zu tun, was Wir getan haben, tun Wir für Unseren Teil das, was nötig ist, damit nichts fehle an Hilfe, an Licht, an Gutem, an überraschenden Wahrheiten, damit Mein Wille erkannt werde und herrsche. Ich werde Mich aller Mittel der Liebe, der Gnaden, der Züchtigungen bedienen, Ich werde alle Standpunkte der Kreaturen anrühren, um Meinen Willen regieren zu lassen; und wenn es scheinen wird, dass das wahre Gut sterben solle, wird es schöner und majestätischer auferstehen... Mut, Meine liebe Tochter, habe keine Angst, komm in Meinen Göttlichen Willen, damit Sein Licht von dir die traurige Sicht wegnimmt, in der sich die Welt befindet, und indem Ich zu dir von Meinem Willen spreche, werden Wir die Qualen lindern, die Wir leider alle beide erleiden.



10.09.2020

Eine Auswahl von Textstellen aus dem Buch des Himmels (Teil IX)

13. September 1926 (Fortsetzung)

Wer hat nun bis jetzt jemals mit Interesse, mit Eindringlichkeit darum gebetet, sein eigenes Leben opfernd, dass das Reich des Höchsten Fiat auf Erden komme und triumphiere und herrsche? Niemand. Es ist wahr, dass die Kirche das Vater Unser betet, seit Ich auf die Erde kam, in dem darum gebetet wird, dass Mein Reich komme, damit Mein Wille wie im Himmel so auf Erden geschehe. Aber wer denkt schon an die Bitte, die er ausspricht? Man kann sagen, dass die ganze Bedeutung einer derartigen Bitte in Meinem Willen verblieb und die Geschöpfe es nur beten, um es zu beten, ohne zu verstehen und ohne wirkliches Interesse, das zu erlangen, worum sie bitten.
Daher, Meine Tochter, ist alles im Geheimen verborgen, während man auf Erden lebt; alles erscheint mysteriös und wenn man etwas erkennt, ist es so spärlich, dass der Mensch immer dazu neigt über alles, was Ich in Meinen Werken durch den Schleier der Kreaturen hindurch wirke, etwas auszusagen. Er geht soweit, zu sagen: 'Und warum ist dieses Gut, diese Erkenntnis nicht vorher gegeben worden, während es so viele große Heilige gegeben hat?'
Aber in der Ewigkeit wird es keine Geheimnisse geben, Ich werde alles enthüllen und alle Meine Dinge und Werke mit Gerechtigkeit sichtbar machen und dass Meine Gerechtigkeit niemals geben konnte, wenn im Geschöpf nicht genügende Akte vorhanden gewesen wären, um das zu empfangen, was die Höchste Majestät geben wollte.
Es ist wahr, dass alles, was die Kreatur tut, Meine Gnade ist, aber diese selbe Gnade will die Stütze der Bereitschaft und des guten Willens der Kreatur vorfinden.
Um also das Reich Meines Willens auf Erden wiederherzustellen, braucht es die ausreichenden Akte der Kreatur, damit Mein Reich nicht in der Luft bleibt, sondern herabsteige, um über eben diesen Akten der Kreaturen, die diese Akte verrichteten, um ein solch großes Gut zu erlangen, Gestalt anzunehmen.
Siehe, daher dränge Ich dich so sehr, den Rundgang in allen Unseren Werken, Schöpfung und Erlösung, zu machen, um dich den Anteil deiner Akte vollbringen zu lassen, dein - Ich liebe Dich - , deine Anbetung, deine Erkenntlichkeit, dein 'Danke' für alle Unsere Werke; sehr oft habe Ich den Rundgang zusammen mit dir gemacht, und dann, wenn du deinen Rundgang in Unserem Willen beendest, hast du deine Worte wiederholt, die Uns so wohlgefällig sind: 'Höchste Majestät, Deine kleine Tochter kommt vor Dich hin, auf Deine väterlichen Knie, um Dich darum zu bitten, dass Dein Fiat, Dein Reich von allen erkannt werde: Ich bitte Dich um den Triumph Deines Willens, damit Er herrsche und über alle regiere. Nicht ich allein bin es, die Dich darum bittet, sondern mit mir zusammen sind es Deine Werke, Dein Wille selbst: daher bitte ich Dich im Namen aller, flehe ich Dich an um Dein Fiat.'
Wenn du wüsstest, welche Gewalt diese deine Worte auf Unser Höchstes Sein haben! Wir fühlen Uns von all Unseren Werken gebeten, von Unserem Willen Selbst angefleht; Himmel und Erde beugen die Knie, um von Uns das Reich Unseres Ewigen Willens zu erbitten.
Wenn du es also in Wahrheit willst, fahre fort mit deinen Akten, damit, wenn die festgesetzte Zahl erreicht ist, du erlangen könnest, was du mit so großer Eindringlichkeit ersehnst.



09.09.2020

Eine Auswahl von Textstellen aus dem Buch des Himmels (Teil VIII)

13. September 1926

Nachdem ich meinen üblichen Rundgang im Höchsten Willen gemacht hatte, bat ich den guten Jesus im Namen Seiner Schöpfung, Erlösung, im Namen aller, vom ersten bis zum letzten Menschen, im Namen der erhabenen Königin und im Namen all dessen, was sie tat und litt, dass das Höchste Fiat bekannt werde, damit Sein Reich in Seinem vollem Triumph und in voller Herrschaft errichtet werde. Aber während ich das tat, dachte ich bei mir: Wenn Jesus Selbst will und so sehr ersehnt, dass Sein Reich inmitten der Geschöpfe errichtet werde, warum will Er, dass man mit solcher Eindringlichkeit darum betet? Wenn Er will, kann Er es ohne so viele ständige Bitten gewähren.
Und mein süßer Jesus bewegte Sich in meinem Inneren und sagte zu mir: Meine Tochter, Mein Höchstes Sein besitzt das vollkommene Gleichgewicht und verbleibt so, wenn Es den Kreaturen Meine Gnaden, Meine Gaben schenkt, umso mehr, wenn Es dieses Reich des Höchsten Fiat gewährt, welches das größte Geschenk ist, das Ich am Anfang der Schöpfung schon gegeben hatte und das Mir der Mensch mit so großer Undankbarkeit zurückgewiesen hat. Scheint es dir gering zu sein, einen Göttlichen Willen mit allen Gütern, die Er enthält, ihm zur Verfügung zu stellen? - und nicht für eine Stunde, für einen Tag, sondern für das ganze Leben - oder dass der Schöpfer in der Kreatur Seinen anbetungs-würdigen Willen hinterlegt, um mit der Kreatur Seine Ähnlichkeit teilen zu können, Seine Schönheit, Seine unendlichen Meere der Reichtümer, der Freuden, der Glückseligkeit ohne Ende?
Und nur wenn sie Unseren Willen besitzt, kann die Kreatur die Rechte auf Gemeinsamkeit, auf Ähnlichkeit und alle Güter ihres Schöpfers erwerben: ohne Ihn kann die Kreatur mit Uns nichts gemeinsam haben, und wenn sie sich irgendetwas nimmt, so sind es kaum kleine Tröpfchen von Uns und die Krümel Unserer unendlichen Güter.
Und wenn nun eine so große Gabe zurückgewiesen wird, eine solch unermessliche Glückseligkeit, ein Recht auf göttliche Ähnlichkeit durch die Erringung des Adels Unserer Kindschaft - glaubst du, es sei eine einfache Angelegenheit, dass die göttliche Souveränität , ohne darum gebeten worden zu sein, ohne dass sich jemand Gedanken macht, wie er dieses Reich des Höchsten Fiat erhalten könne, dieses den Kreaturen gewähre? Es wäre eine Wiederholung der Geschichte, die sich im irdischen Eden ereignete und vielleicht noch schlimmer. Außerdem würde sich Unsere Gerechtigkeit dem mit Recht widersetzen.
Daher dient alles, was Ich dich tun lasse, die ständigen Rundgänge im Höchsten Willen, deine unaufhörlichen Gebete, dazu, dass Mein Wille zur Herrschaft gelange, dein seit so langen Jahren geopfertes Leben, dass du weder im Himmel noch auf der Erde weilst, auf das einzige Ziel gerichtet, dass Mein Reich komme... dies alles sind wie so viele Stützen, die du vor Meine Gerechtigkeit hinstellst, damit sie ihre Rechte abtrete, und, indem sie mit allen Unseren Eigenschaften ins Gleichgewicht kommt, es für gerecht halte, dass das Reich des Höchsten Fiat den menschlichen dem Menschengeschlecht wiedergegeben werde.
So geschah es bei der Erlösung: hätte Unsere Gerechtigkeit nicht die Gebete, die Seufzer, die Tränen, die Bußübungen der Patriarchen, der Propheten und aller Guten des Alten Testaments und außerdem eine jungfräuliche Königin vorgefunden, die Unseren Willen unversehrt besaß, die sich alles mit so vielen eindringlichen Gebeten zu Herzen nahm, indem Sie den Auftrag der Genugtuung für das gesamte Menschengeschlecht auf sich nahm, niemals hätte Unsere Gerechtigkeit die Herabkunft des ersehnten Erlösers mitten unter die Geschöpfe gewährt. Unsere Gerechtigkeit wäre unbeugsam geblieben und hätte zu Meinem Kommen auf Erden ein entschiedenes ‘Nein' gesagt. Denn wenn es sich darum handelt, das Gleichgewicht Unseres Höchsten Seins aufrecht zu halten, so ist da nichts zu machen.



08.09.2020

Eine Auswahl von Textstellen aus dem Buch des Himmels (Teil VII)

14. August 1926

Mein armes Herz schwimmt im Meer der Bitterkeiten wegen der fühlbaren Beraubung meines süßen Jesus. Und wenn Er kommt, dann wie ein flüchtiger Blitz, und in dieser Helligkeit des Blitzes sehe ich die arme Welt, ihre großen Übel, die Fesseln der Nationen, die sich gegenseitig fesseln, um Kriege und Revolutionen zu hervorzubringen; und dies zieht die Strafen des Himmels nach sich, so schwere, dass ganze Städte und Völker vernichtet werden! O wie groß ist die menschliche Blindheit!
Aber wenn dieser Blitz Seiner liebenswürdigen Gegenwart erlischt, bleibe ich mehr im Dunkeln als zuvor mit dem Gedanken an meine armen Brüder, die in der harten Verbannung des Lebens verstreut sind.
Wie wenn das nicht genügte, um mein armes Herz mit intensiver Bitterkeit zu erfüllen, gesellte sich eine andere Bitterkeit dazu, um meine arme Existenz mit jenen gewaltigen Wellen zu ertränken, die meine arme Seele erschüttern: die Nachricht vom bevorstehenden Druck der Schriften über den Heiligsten Willen Gottes, für die unser Monsignore Erzbischof die Approbation mit seinem Imprimatur gegeben hatte; aber das war noch nichts: der ärgere Schlag für meine arme Seele war die Nachricht, dass nicht nur das veröffentlicht werden sollte, was den Göttlichen Willen betraf, (denn was das betraf, hatte ich mich nach langem Drängen unseres Herrn und der Vorgesetzten überzeugt, dass die Ehre Gottes dies erfordere und dass es nicht angehe, dass ich, armselig und klein wie ich bin, mich dem widersetze, was der gebenedeite Jesus wünscht), sondern dass auch die Ordnung der Ereignisse, die Jesus mit mir hatte und alles, was Er mir gesagt hat, auch über die anderen Tugenden und Umstände, in Druck gehen sollte; dies war für mich zu schmerzlich, und ich habe meine Gründe gesagt und wiederholt, warum das nicht geschehen solle.
Während ich also so bedrückt war, bewegte sich mein süßer Jesus in mir, und wie wenn Er das Gewicht meines Kummers fühlte, drückte Er mich in Seine Arme und indem Er mich schüttelte, sagte Er zu mir: Meine Tochter, was ist, was ist los? Erhebe dich, Ich will nicht, dass du so bedrückt seist. Anstatt Mir zu danken, betrübst du dich. Du sollst wissen: um zu bewirken, dass Mein Höchster Wille bekannt werde, musste Ich die Dinge vorbereiten, die Mittel verfügbar machen, den Erzbischof mit der reinen Kraft Meines Willens überwältigen, dass der Mensch nicht widerstehen kann; Ich musste eines Meiner großen Wunder wirken.
Glaubst du, es sei einfach, die Approbation eines Bischofs zu erhalten? Wie schwierig ist es, wie viele Spitzfindigkeiten, wie viele Probleme gibt es da! Und wenn sie es approbieren, tun sie es mit viel Restriktion, dass sie fast die schönsten Nuancen wegnehmen, die Farben, die am meisten hervorglänzen um all das herum, was Meine Güte mit so viel Liebe geoffenbart hat.
Siehst du also in der Approbation des Erzbischofs nicht den Triumph Meines Willens? Schau hin auf Meine große Verherrlichung und die große Notwendigkeit, dass das Wissen über den Höchsten Willen bekannt werde und wie wohltuender Tau die Glut der Leidenschaften auslösche und wie eine Sonne, die aufgeht, die Finsternis des menschlichen Willens in die Flucht schlage und die Gefühllosigkeit wegnehme, die fast alle Kreaturen gefangen hält, auch bei der Ausübung des Guten, da das Leben Meines Willens fehlt; Meine Offenbarungen über Meinen Willen werden wie Balsam sein und die Wunden heilen, die der menschliche Wille hervorgebracht hat. Wer das Glück haben wird, sie zu kennen, wird den Fluss eines neuen Lebens des Lichtes, der Gnade, der Stärke fühlen, um in allem Meinen Willen zu erfüllen; außerdem werden sie das große Übel des eigenen Willens verstehen und ihn verabscheuen und das überaus harte Joch des menschlichen Willens abschütteln, um sich unter die liebliche Herrschaft des Meinen zu begeben.
Ach, du weißt nicht, noch siehst du, was Ich sehe und weiß: lasse Mich daher tun und betrübe dich nicht. Vielmehr hättest du selbst jenen (Anm.: P. Annibale di Francia) zur Eile drängen sollen, den Ich mit soviel Liebe bereitet habe, diesen Auftrag anzunehmen; sag ihm doch, dass er sich beeile und man keine Zeit verliere. Meine Tochter! Das Reich Meines Willens ist unzerstörbar, und in diesen Schriften darüber habe Ich soviel Licht, Gnade und Anziehung gelegt, um dieses Reich siegreich zu machen. In dem Maß, wie diese bekannt werden, werden sie gegen den menschlichen Willen in sanfter Weise Krieg führen, und die Geschöpfe werden besiegt werden.
Diese Kenntnisse werden eine überaus hohe und starke Mauer sein, mehr als das irdische Paradies, die den höllischen Feind daran hindern werden, dort einzudringen, um jene zu belästigen, die, von Meinem Willen besiegt, ins dessen Reich eintreten werden.
Beunruhige dich also nicht und lasse Mich tun, und Ich werde alles verfügen, damit das Höchste Fiat bekannt werde.



07.09.2020

Eine Auswahl von Textstellen aus dem Buch des Himmels (Teil VI)

11. Juli 1923

Ich war im Gebet und gab mich ganz in die Arme meines süßesten Jesus hin, aber ein Gedanke in meinem Geist sagte zu mir: „Nur für mich ist dieses Martyrium, anderen zur Last zu fallen, Deinen Dienern zur Last zu fallen, nichts weniger tun zu können als sie meinen Dingen, die sich zwischen mir und Jesus abspielen im Weg stehen zu lassen; die anderen dagegen sind frei; sie treten in den Leidenszustand ein und befreien sich von sich selbst daraus. Und doch, wie oft habe ich gebetet, dass Er mich befreie, aber vergeblich.“
Während ich nun dies und anderes dachte, kam der gebenedeite Jesus, ganz Güte und Liebe, stellte sich ganz neben mich und sagte zu mir: „Meine Tochter, je größer das Werk ist, das Ich tun will, umso nötiger ist es, dass die Person einzigartig sei, die Ich erwähle: das Werk der Erlösung war das größte, und dafür wählte Ich eine einzige Kreatur aus und beschenkte sie mit allen Gaben, die Ich nie jemand anderem gewährt hatte, um zu bewirken, dass jene Kreatur soviel Gnade besäße , dass sie Meine Mutter sein könne und dass Ich in ihr alle Güter der Erlösung hinterlegen könne und Meine Gaben selbst behüte; von dem Augenblick, da sie empfangen wurde, bis sie Mich empfing, hielt Ich sie unter dem Licht der Heiligsten Dreifaltigkeit, die sich zum Wächter machte und das Amt innehatte, sie in allem zu leiten. Als Ich dann in ihrem jungfräulichen Schoß empfangen war, übernahm Ich, der ich das wahre Haupt und der Erste von allen Priestern bin, die Verpflichtung, sie zu bewachen und in allem zu leiten, bis hinein in die Bewegung ihres Pulses: und als Ich starb, vertraute Ich sie einem anderen Priester an, welcher der heilige Johannes war. Ich wollte eine solch bevorzugte Seele, die alle Gnaden enthielt, die einzigartig im Göttlichen Geist, einzigartig in der Geschichte war, nicht ohne den Beistand eines Stellvertreters von Mir lassen, bis zu ihrem letzten Atemzug. Habe Ich dies etwa mit anderen Seelen getan? Nein, denn da sie nicht so viele Güter und Gnaden enthielten, ist eine solche Bewachung und solcher Beistand nicht nötig.
Nun, Meine Tochter, auch du bist einzigartig in Meinem Geist und wirst auch einzigartig in der Geschichte sein, und es wird keine andere Kreatur, weder vorher noch nachher, geben, die Ich gezwungenermaßen dem Beistand Meiner Diener anvertrauen werde; da Ich dich erwählt habe, um in dir die Heiligkeit, die Güter, die Wirkungen und die Anlage Meines Höchsten Willens zu hinterlegen, war es angemessen, gerecht und geziemend, wegen der Heiligkeit selbst, die Mein Wille enthält, dass einer Meiner Diener dir beistehe; er sollte die erste Schatzkammer der Güter sein, die Mein Wille enthält und von seinem Inneren sollte er sie in den ganzen Leib der Kirche gelangen lassen; welche Aufmerksamkeit wird nicht von dir und von ihnen gefordert! Du, indem du von Mir, wie meine zweite Mutter, das große Geschenk Meines Willens empfängst und alle Seine Vorzüge kennst, und sie, Meine Diener, indem sie sie von dir empfangen, um zu bewirken, dass sich in Meiner Kirche das „Fiat Voluntas tua“, wie im Himmel so auf Erden erfülle.
Ach, du weißt nicht, wieviel Ich dir geben musste, um dich fähig zu machen, in dir Meinen Willen zu hinterlegen! Ich habe jeden Keim der Verderbnis von dir weggenommen: Ich habe solcherart deine Seele und deine Natur selbst gereinigt, dass du nichts für sie empfindest noch sie für dich, denn da der Keim fehlt, ist es, wie wenn dem Feuer das Holz fehlt, und wenn Ich dich nicht auch von der Erbsünde ausgenommen habe, wie Ich es bei Meiner teuren Mutter tat, so wirkte Ich, indem Ich den Zunder der Sünde von dir wegnahm, ein anderes Wunder der Gnade, das noch nie jemand anderem gewährt wurde, weil es für Meinen dreimal heiligen Willen nicht geziemend war, in eine Seele hinabzusteigen und Besitz von ihr zu ergreifen, wenn sie auch nur im mindesten vom kleinsten verdorbenen Hauch überschattet gewesen wäre; Mein Wille hätte sich nicht damit abgefunden, von dir Besitz zu ergreifen und dir seinen Akt mitzuteilen, wenn er einen Keim der Verderbnis erblickt hätte; wie Ich, das Wort des Vaters, Mich nicht damit abgefunden hätte, im Schoß Meiner himmlischen Mutter empfangen zu werden, wenn Ich sie nicht von der Erbschuld ausgenommen hätte.
Und außerdem, wie viele Gnaden habe Ich dir nicht gegeben? Du glaubst, es sei nichts, deshalb machst du dir keine Gedanken darüber, und anstatt Mir zu danken, beschäftigst du dich damit, an das zu denken, was Ich über dich verfügt habe und an die, die Ich um dich herum gestellt habe, während Ich will, dass du allein Meinem Willen folgst.
Du sollst wissen, dass diese Erfüllung Meines Willens so groß ist, dass sie in die größten Werke eingeht, die die Gottheit gewirkt hat. Und Ich will, dass sie bekannt wird, damit die Seelen aus der Erkenntnis der Größe und der unermesslichen Güter, die sie enthält, sie schätzen und ersehnen.
Dreimal hat die Höchste Gottheit beschlossen, - ab extra (nach außen) - zu wirken: das erste Mal war es in der Schöpfung, und dies war ohne Eingreifen der Kreatur, weil noch keine ans Licht getreten war; das zweite Mal war es bei der Erlösung, und es nahm eine Frau daran teil, die heiligste, die schönste, welche Meine Himmlische Mutter war. Sie war der Kanal, das Werkzeug, dessen Ich Mich bediente, um das Werk der Erlösung zu vollbringen; das dritte Mal ist es bei der Erfüllung Meines Willens, der wie im Himmel so auf der Erde geschehe, d.h. dass die Kreatur mit der Heiligkeit und Macht Unseres Willens lebe und wirke. Dieses Werk ist untrennbar von der Schöpfung und Erlösung, wie die Heiligste Dreifaltigkeit unzertrennlich ist.
Wir können auch nicht sagen, dass das Werk der Schöpfung von Uns beendet ist, wenn Unser Wille, wie es von Uns beschlossen worden ist, nicht im Geschöpf wirkt und lebt mit jener Freiheit, Heiligkeit und Macht, die in Uns wirkt und lebt; vielmehr ist dies der schönste, der Höhepunkt, der glänzendste und das Siegel der Erfüllung des Werkes der Schöpfung und Erlösung. Dies sind die göttlichen Ratschlüsse und sie müssen ihre volle Erfüllung finden.
Und um diesen Ratschluss auszuführen, wollen Wir Uns einer anderen Frau bedienen, die du bist; die Frau war die Verführung und der Grund, warum der Mensch in sein Unglück stürzte und Wir wollen die Frau gebrauchen, um die Dinge in Ordnung zu bringen und den Menschen aus seinem Unglück herauszuführen und ihm die Würde, die Ehre, die wahre Ähnlichkeit mit Uns wiederherzustellen, wie er von Uns geschaffen worden war.
Sei daher aufmerksam, und nimm auch die Dinge nicht auf die leichte Schulter, weil es sich nicht um irgendeine Sache handelt, sondern um göttliche Ratschlüsse und darum, Uns die Gelegenheit zu geben, die Werke der Schöpfung und Erlösung zu vollenden.
Wir vertrauten also Meine Mutter dem heiligen Johannes an, um in ihm und von ihm ausgehend in der Kirche, die Schätze, die Gnaden und alle Lehren (d.h. alle Gesetze, Vorschriften, Belehrungen, die die Kirche besitzen sollte) zu hinterlegen, die Ich im Verlauf Meines Lebens in ihr - als sie Mir anvertraut war und Ich als Priester an ihr handelte - wie in einem Heiligtum hinterlegt hatte. Und treu wie sie war und eifersüchtig, dass auch nicht ein Wort von Mir verlorenginge, hinterlegte sie alles in Meinem treuen Jünger Johannes. Aus diesem Grund hat Meine Mutter die Vorherrschaft über die ganze Kirche. In derselben Weise habe Ich an dir gehandelt; da das „Fiat Voluntas Tua“ der ganzen Kirche dienen soll, habe Ich dich einem Meiner Diener anvertraut, damit du in ihm alles hinterlegest, was Ich dir über Meine Willen geoffenbart habe: die Güter, die in Ihm sind und wie die Kreatur in Ihn eintritt, wie die Güte des Vaters eine andere Ära der Gnade eröffnen will, indem Er Seine Güter, die Er im Himmel besitzt, mit den Kreaturen in gemeinsam besitzen will und dem Geschöpf die verlorene Glückseligkeit wiederherstellt. Sei daher aufmerksam und sei Mir treu.“



06.09.2020

Eine Auswahl von Textstellen aus dem Buch des Himmels (Teil V)

14. Mai 1935

Mein Verstand bleibt immer zurück im unbegrenzten Meer des Göttlichen Willens, welches, während es rauscht, mit Liebe seiner Kreatur zulächelt. Dafür verlangt Er, dass Ihm dieses vergilt mit seinem zärtlichsten Lächeln, noch duldet Er, dass es zurückbleibt in der Bezeigung der Liebe gegen Ihn. Übrigens wird es gleichsam unmöglich, nicht zu tun, was der Göttliche Wille tut, während man in Ihm lebt!
Wer wird erzählen können, was die Seele in diesem göttlichen Meer erlebt? Sie fühlt die Reinheit Seiner Küsse, verkostet die ganze Freude Seiner keuschen Umarmungen, welche himmlischen Frieden, göttliches Leben und solche Stärke einflößen, dass sie Gott selbst besiegen.
O, wie hätte ich Verlangen, dass alle Menschen in diesem Meer leben! Sie würden sicher niemals mehr aus ihm heraustreten! Während ich so dachte, sagte ich jedoch bei mir: „Aber wann wird dieses Reich des Göttlichen Fiat kommen? Und wer wird es sehen können? Wie schwierig scheint es, dass es sich verwirklicht!“
Und siehe da, da kam mein geliebter Jesus dazu: „Und doch, meine Tochter“, sagte Er zu mir, „das Reich des Göttlichen Willens wird sicher kommen. Du rechnest menschlich, und daher scheint dir seine Ankunft schwierig. Das Höchste Sein hingegen bedient sich der eigenen göttlichen Maße, welche derart sind, dass sie in einfachster Weise das gelingen lassen, was dem menschlichen Intellekt unmöglich erscheint.
Und außerdem, gibt es etwa nicht die Königin des Himmels, die mit ihrer milden Herrschaft ständig betet, dass dieses Reich auf die Erde komme? Und wann haben Wir jemals dieser Himmlischen Mutter etwas verweigert?
Unser Sein ist unfähig, der Macht ihrer Gebete zu widerstehen, nachdem die Kraft, die sie besitzt, die gleiche ist, die Unseren Willen beseelt. Es ist durch die Kraft dieses Willens, dass sie mit vollem Recht dieses heilige Reich herbeifleht, welches ihr zweifellos gewährt werden wird und sogar das „Reich der Himmlischen Herrscherin“ genannt werden wird.
Was wird die Himmlische Mutter und Königin nicht alles aus ihrem Volk und aus ihren Kindern machen, die darin wohnen werden? Sie wird ihnen Gnaden gewähren, von denen man nie gehört hat, Überraschungen, die niemals bekannt waren, sie wird Wunder wirken, die Himmel und Erde erschüttern werden, sie wird ihnen ihre Meere der Gnaden, der Heiligkeit, der Macht zur Verfügung stellen und alle ihre Feinde in die Flucht schlagen.
Um sie in Sicherheit zu halten, wird sie sie mit ihren Tugenden umgeben, mit ihren Schmerzen und mit jenen ihres Göttlichen Sohnes Jesus; sie wird sie in ihrem eigenen Schoß wachsen lassen, in ihrer Liebe verbergen, sie mit ihrem Licht bedecken, mit ihren eigenen Händen wird sie sie mit der Speise des Göttlichen Willens ernähren.
Wieviel Arbeit werden ihr nicht diese Seelen bereiten und welche Freude wird sie empfinden, sie durch ihre zärtlichsten Sorgen und die eifrigsten mütterlichen Aufmerksamkeiten in treue Abbilder ihrer selbst umzuformen.
Sie werden ihre Benjamine sein, ihre Sekretärinnen, die mächtigen Magneten, von denen sich ihr Blick niemals trennen können wird und mit denen sie alles gemeinsam haben wird, Liebe und Leben, Freuden und Schmerzen.
In Meinem Willen lebend, werden sie ihre süßeste Gesellschaft bilden, werden an ihrer mütterlichen Fruchtbarkeit teilhaben und das Erbe jedes ihrer Akte genießen.
Wie wird sich diese süße Mutter glücklich und reichlich belohnt fühlen, wenn sie sehen wird, dass es jemanden gibt, der sie versteht, der ihr ähnlich sieht, der sie liebkost , der wie sie im Willen Gottes lebt!“

8. Dezember 1936
Jesus: „...Auch die Heilige Kirche enthüllte bis jetzt nichts als Schatten bezüglich der Heiligkeit, der Größe und der Gaben, mit denen Meine Heilige Mutter geschmückt wurde. Nur Ich kann die wahre Geschichte ihres Lebens erzählen und die Wunder hervorheben, die in ihr von Unserem Göttlichen Fiat gewirkt worden sind! ...“
8. Juli 1935
Jesus: „... Zur Erkenntnis wie vieler göttlicher Geheimnisse würden die Menschen doch kommen, wenn sie verstehen würden, was es bedeutet, in Meinem Willen zu leben!“



05.09.2020

Eine Auswahl von Textstellen aus dem Buch des Himmels (Teil IV)

20. Juni 1938

Danach dachte ich über diese gesegneten Schriften nach und über das Drängen Jesu, Der wollte, dass ich fortfahre zu schreiben und ich dachte: „Und nach so vielen Opfern, wo werden sie hingelangen“? Und mein geliebter Jesus unterbrach meine Gedanken und sagte zu mir: „Meine Tochter, mache dir keine Gedanken, Ich werde ein aufmerksamer Wächter sein, weil sie Mich zu viel kosten; sie kosten Mich Meinen Willen, der in diese Schriften als primäres Lebensprinzip eingeht. Ich könnte sie Testament der Liebe nennen, das Meinen Willen den Kreaturen schenkt;“ Er macht Sich zum Geber Seiner Selbst und ruft die Geschöpfe, in Seinem Erbe zu leben: aber auf solch flehentliche, anziehende, liebende Art und Weise, dass nur Herzen aus Stein sich nicht zum Mitleid bewegen lassen und nicht das Verlangen fühlen würden, ein so großes Gut zu empfangen. Diese Schriften sind also voll Göttlichen Lebens, das nicht vernichtet werden kann; und wenn es jemand versuchen wollte, würde es ihm ergehen wie einem, der versuchte, den Himmel zu zerstören, der, beleidigt, von allen Seiten über ihn fallen und ihn unter seinem blauen Firmament vernichten würde.... Zu viel wäre nötig, um das zu leugnen, was Ich dich über Meinen Willen niederschreiben ließ, denn Ich kann Ihn eine Neue lebendige und sprechende Schöpfung nennen: es wird das letzte Überfließen Meiner Liebe über die menschlichen Generationen sein. Ja, du sollst wissen, dass jedes Wort, das Ich dich über Mein Fiat schreiben ließ, Meine Liebe zu dir verdoppelt und zu dem, der sie lesen wird; und sie werden von Meiner Liebe mit Wohlgeruch eingehüllt werden. Wenn du also schreibst, gibst du Mir Gelegenheit, dich mehr zu lieben. Ich sehe den großen Nutzen, den diese Schriften stiften werden, Ich höre jedes Meiner Worte, die pochenden Leben der Geschöpfe, die die Wohltat Meines Wortes erkennen und das Leben Meines Willens in sich gestalten werden. Deshalb wird das Interesse ganz Meinerseits sein, und du stelle alles Mir anheim.
Du sollst wissen, dass diese Schriften aus dem Mittelpunkt der großen Sonne Meines Willens hervorgegangen sind, deren Strahlen voll mit den Wahrheiten sind, die aus diesem Zentrum entströmt sind, welche alle Zeiten, alle Jahrhunderte, alle Generationen umfangen . Dieser große Lichtstrahlenkranz erfüllt Himmel und Erde und pocht auf dem Weg als Licht an alle Herzen und bittet und fleht, dass sie das pochende Leben Meines Fiat annehmen, mit dem Unsere Väterliche Güte sich herabgelassen hat, diese Schriften von ihrem Mittelpunkt aus in flehentlicher, anziehender, liebenswürdiger Weise zu diktieren, voll von Süßigkeit und mit einer solch großen Liebe, dass sogar die Engel erstaunt sind. Jedes Wort kann man ein Wunder der Liebe nennen, das eine größer als das andere; diese Schriften antasten zu wollen, bedeutet daher, Mich Selbst angreifen zu wollen, den Mittelpunkt Meiner Liebe, Meine Feinheiten der Liebe, mit denen Ich die Geschöpfe liebe. Und Ich werde Mich Selbst zu verteidigen und den zu verwirren wissen, der im Mindesten auch nur ein einziges Wort missbilligen wollte von dem, was über Meinen Göttlichen Willen geschrieben steht.
Folge Mir also nach und höre Mich an, Meine Tochter, und wolle nicht Meine Liebe behindern noch Meine Arme binden, indem du in Mein Inneres zurückdrängst, was du zu schreiben fortfahren sollst. Zuviel kosten Mich diese Schriften! Sie kosten Mich so viel, wie Ich Mir Selbst koste. Daher werde Ich sehr besorgt sein, dass auch nicht ein Wort verlorengeht.



04.09.2020

Eine Auswahl von Textstellen aus dem Buch des Himmels (Teil III)

7. November 1937

Meinen armen Geist fühlte ich von so vielen Wahrheiten bestürmt, die mein süßer Jesus mich über den Göttlichen Willen schreiben ließ, und ich dachte bei mir: „Wer weiß, wann diese niedergeschriebenen Wahrheiten über das Göttliche Fiat ans Licht kommen werden, und was wird der Nutzen sein, den sie bringen werden?“ Und mein geliebter Jesus, der mich mit Seinem Besuch überraschte, sagte, ganz Güte und Zärtlichkeit, zu mir: „Meine Tochter, auch Ich fühle das Bedürfnis der Liebe, dich die Rangfolge, die diese Wahrheiten haben werden und das Gute, das sie stiften werden, wissen zu lassen. Diese Wahrheiten über Meinen Göttlichen Willen werden den Tag Meines Fiat inmitten der Kreaturen bilden: in dem Maß wie sie sie erkennen werden, nimmt dieser Tag Gestalt an.
Wenn sie also beginnen, die ersten Wahrheiten zu erkennen, die Ich dir geoffenbart habe, - wenn sie nur guten Willen und die Bereitschaft haben, ihn zum eigenen Leben zu machen - , so wird eine überaus glänzende Morgenröte gebildet; diese Wahrheiten werden auch die Kraft besitzen, sie bereit zu machen und so vielen Blinden Licht zu verleihen, die sie nicht kennen und nicht lieben.
Danach steigt das Morgenrot auf und sie werden sich von einem himmlischen Frieden eingehüllt fühlen, mehr für das Gute gestärkt, und daher werden sie selbst danach dürsten, weitere Wahrheiten kennenzulernen, welche den Anbruch des Tages Meines Willens bilden werden; dieser Tagesanbruch wird das Licht, die Liebe verstärken, alle Dinge werde sich für sie in Gutes verwandeln. Die Leidenschaften werden die Kraft verlieren, sie in die Sünde fallen zu lassen; man kann sagen, es ist dies die erste Auswirkung des Göttlichen Gutes, das sie verspüren werden. Diese Auswirkung wird ihre Handlungen erleichtern, sie werden eine Kraft fühlen, dass sie alles tun können, denn genau dies ist ihre grundlegende Eigenschaft, die in die Seele gelegt wird: die Natur in Gutes umzuwandeln. Wenn sie also den großen Nutzen des Anbruchs des Tages Meines Willens verspüren, werden sie sich danach sehnen, dass der Tag voranschreitet, sie werden andere Wahrheiten kennenlernen, welche den hellichten Tag bilden werden.
In diesem hellichten Tag werden sie das Leben Meines Willens lebendig in sich verspüren, seine Freude und Glückseligkeit, seine wirkende und schöpferische Kraft in sich; sie werden sich im Besitz Meines eigenen Lebens fühlen und spüren, dass sie Träger Meines Göttlichen Willens sind.
Der hellichte Tag wird ihnen einen solchen Hunger danach verleihen, die anderen Wahrheiten kennenzulernen, die, wenn sie dann erkannt sind, die Höhe des Tages bilden werden. Indem es in dieser Wirklichkeit lebt, wird sich das Geschöpf nicht mehr allein fühlen. Zwischen ihm und Meinem Willen wird es keine Trennung mehr geben, was Er tut, wird auch das Geschöpf tun, wird zusammen mit Ihm tätig sein, alles wird mit Recht ihm gehören, der Himmel und die Erde und auch Gott Selbst.
Siehst du also, zu welch edlem und göttlichem und kostbarem Zweck diese Wahrheiten dienen werden, die Ich dich über Meinen Göttlichen Willen schreiben ließ: um Seinen Tag zu bilden! Für einige wird Er die Morgenröte bilden, für andere den Tagesanbruch, für jene den hellichten Tag und für die letzten die Höhe des Tages. Diese Wahrheiten werden in dem Ausmaß, wie sie erkannt werden, die verschiedenen Kategorien von Seelen bilden, die in Meinem Willen leben; eine Kenntnis mehr oder weniger wird sie aufsteigen oder verbleiben lassen - in den unterschiedlichen Gruppen; die Kenntnis wird das Mittel sein, um sie in höhere Kategorien aufsteigen zu lassen, sie wird das Leben der Fülle Meines Willens in ihnen sein.
Deshalb kann Ich sagen, dass Ich mit diesen Wahrheiten für den, der in Meinem Göttlichen Willen leben will, den Tag gemacht habe, einen himmlischen Tag, bedeutender als die Schöpfung selbst, nicht mit Sonnen und Sternen, denn jede Wahrheit hat die Kraft, Unser Leben in der Kreatur zu erschaffen; und, o, wie sehr übertrifft sie die ganze Schöpfung!
Deshalb hat Unsere Liebe alles übertroffen, indem sie so viele Wahrheiten über Meinen Göttlichen Willen geoffenbart hat: Unsere Verherrlichung im Geschöpf wird vollständig sein, denn die Geschöpfe werden Unser Leben in ihrer Macht haben, um Uns zu verherrlichen und Uns zu lieben.
Was das Hervortreten dieser Wahrheiten betrifft: wie Ich Macht und Liebe hatte, der beizustehen, die sie offenbaren sollte, so werde Ich Macht und Liebe haben, um andere einzuhüllen und in die Wahrheit selbst umzuwandeln; und indem sie das Leben selbst in sich verspüren, werden sie ein großes Verlangen fühlen, das bekannt zu machen, was sie in sich fühlen. Sei daher nicht besorgt, Ich, der alles kann, werde alles tun und an alles denken.“



03.09.2020

Eine Auswahl von Textstellen aus dem Buch des Himmels (Teil II)

22. September 1924

Ich fahre fort: während ich das niederschrieb, was oben gesagt ist, sah ich meinen süßen Jesus, Der Seinen Mund an mein Herz drückte und mir die Worte eingab, die ich gerade niederschrieb und zur gleichen Zeit hörte ich in der Ferne ein schreckliches Getöse, wie von Personen, die sich gegenseitig schlugen und mit solchem Lärm brüllten, dass es Furcht einjagte. Ich wandte mich an meinen Jesus und sagte zu Ihm: - Mein Jesus, meine Liebe, wer ist es, der solchen Krach macht? Mir scheinen es wütende Dämonen zu sein, was wollen sie, dass sie sich so schlagen?“
Und Jesus: „Meine Tochter, in der Tat sind sie es, sie wollen, dass du nicht über Meinen Willen schreibst, und wenn sie dich wichtigere Wahrheiten über das Leben in Meinem Willen schreiben sehen, dann erleiden sie eine doppelte Hölle und quälen alle Verdammten noch mehr; sie fürchten so sehr, dass diese Schriften über Meinen Willen veröffentlicht werden könnten, weil sie ihr Reich auf Erden verloren sehen, das von ihnen in Besitz genommen worden ist, als der Mensch sich dem Göttlichen Willen entzog und seinem menschlichen Willen freien Lauf ließ. Ach! Ja, genau damals war es, dass der Feind sein Reich auf Erden eroberte; aber in der Gegenwart Meines Willens wird der Feind sich in den dunkelsten Abgründen verstecken.
Deshalb schlagen sie sich mit solcher Wut: sie spüren in diesen Schriften die Macht Meines Willens; und bei dem leisesten Verdacht, sie könnten veröffentlicht werden, geraten sie in Rage und suchen mit all ihrer Macht, eine solche Wohltat zu verhindern. Du jedoch achte nicht auf sie und lerne daraus, Meine Lehren zu schätzen...“



02.09.2020

Eine Auswahl von Textstellen aus dem Buch des Himmels (Teil I)

16. Juli 1922

Und Jesus sagte, ganz voller Güte zu mir: „Meine Tochter, fasse Mut und entmutige dich nicht zu sehr, Ich werde auch darin mit dir sein: dein Wille muss vor dem Meinen verschwinden, es ist die Heiligkeit Meines Willens, der bekannt werden will, dies ist der Grund. Die Heiligkeit des Lebens in Meinem Willen hat keinen Pfad, noch Türen, noch Schlüssel, noch Zimmer, sie durchdringt alles. Mein Wille ist wie die Luft, die man einatmet, die alle einatmen sollen und können, wenn sie es bloß wollen und den menschlichen Willen beiseitelegen. Dann wird sich der Göttliche Wille von der Seele einatmen lassen und wird ihr das Leben, die Wirkungen, den Wert des Lebens in Meinem Willen verleihen. Wenn Er aber nicht bekannt wird, wie wird man dann eine so heilige Lebensweise lieben und ersehnen können? Es ist die größte Ehre, die Mir die Kreatur geben kann.
Die Heiligkeit der anderen Tugenden ist in der ganzen Kirche stets bekannt, und wer will, der kann sie nachahmen; deshalb habe Ich keine Eile gehabt, das Wissen darüber zu verbreiten; aber die Heiligkeit des Lebens in Meinem Willen, die Wirkungen, den Wert, den es enthält, den letzten Pinselstrich, den Meine schöpferische Hand der Kreatur geben wird, um sie Mir ähnlich zu machen, ist noch nicht bekannt. Dies ist der Grund für Meine Eile, das bekannt zu machen, was Ich gesagt habe.
Und wenn du das nicht tätest, würdest du Meinen Willen gleichsam einschränken, und die Flammen, die Mich verzehren, in Mir zurückhalten und Mich veranlassen, die vollständige Verherrlichung, die Mir die Schöpfung schuldet, hinauszuzögern. Und Ich will, dass die Dinge geordnet hinausgehen, weil ein Wort, das fehlt, ein Zusammenhang oder ein Satz, der getrennt wird, anstatt zu erleuchten, Dunkelheit erzeugen wird und statt Mir Ehre und Liebe zu erweisen, werden die Geschöpfe gleichgültig bleiben; sei also aufmerksam, denn Ich will, dass nichts verlorengehe von dem, was Ich gesagt habe.
Und ich: ‚Aber um Deinen Teil vollständig darzustellen, bin ich gezwungen, einen Teil von mir anzuführen.' Und Jesus: ‘Und was willst du damit sagen? Wenn Wir den Weg gemeinsam gegangen sind, willst du, dass Ich allein hervortrete? Und außerdem, wen soll Ich als Vorbild zum Nachahmen aufstellen, wenn jene, die Ich geschult habe und die die Weise, wie man in Meinem Willen lebt, praktiziert, nicht bekannt werden will? Meine Tochter, dies ist absurd!“
10. Februar 1924
„... In Meiner allweisen Voraussicht sehe Ich, dass diese Schriften für Meine Kirche wie eine neue Sonne sein werden, die in ihrer Mitte aufgehen wird, und die Menschen, angezogen von ihrem strahlenden Licht, werden danach trachten, sich selbst in Ihn - den Göttlichen Willen - umzuformen und vergeistigt und vergöttlicht hervorzugehen, wodurch sie - indem sich die Kirche erneuert - das Angesicht der Erde erneuern werden.
Die Lehre über Meinen Willen ist die reinste, die schönste, keinem Schatten des Materiellen oder des Eigennutzes unterworfen, was sowohl die übernatürliche als auch die natürliche Ordnung betrifft, daher wird sie, nach der Art der Sonne, die durchdringendste, die fruchtbarste und die willkommenste und ersehnteste sein.
Und wie das Licht wird sie sich von selbst zu verstehen geben und ihren Weg machen. Sie wird nicht den Zweifeln unterworfen sein, oder einem Irrtumsverdacht. Und wenn zuweilen manches Wort nicht verstanden wird, so wird der Grund das Zuviel an Licht sein, das, indem es den menschlichen Verstand verdunkelt, nicht die ganze Fülle der Wahrheit verstehen lässt. Aber man wird kein Wort finden, das nicht die Wahrheit wäre; höchstens wird man es nicht zur Gänze verstehen.
In Anbetracht des Guten, das Ich sehe, dränge Ich dich daher, beim Schreiben nichts auszulassen. Ein Ausspruch, eine Wirkung, ein Gleichnis über Meinen Willen kann wie wohltuender Tau auf die Seelen sein, wie der Tau auf die Pflanzen wohltuend ist nach einem Tag brennender Sonnenglut, wie ein strömender Regen nach langen Monaten der Trockenheit. Du kannst all das Gute, das Licht, die Kraft nicht begreifen, die in einem einzigen Wort enthalten sind, aber dein Jesus weiß es und Er weiß, wem es nutzen und das Wohl, das es bringen soll.
Während Er nun dies sagte, zeigte Er mir inmitten der Kirche einen Tisch und darauf alle Schriften über den Göttlichen Willen. Viele ehrwürdige Personen umstanden den Tisch und gingen davon weg, in Licht umgewandelt und vergöttlicht, und wie sie gingen, teilten sie jenes Licht denen mit, denen sie begegneten. Und Jesus fügte hinzu: „Du wirst vom Himmel aus jenes große Gut sehen; wenn die Kirche diese himmlische Speise erhalten wird, die - sie stärkend - in ihrem vollen Triumph sich erheben lassen wird.“